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Fraktionsverwaltung und Eisstadion
30/12/2011 von Redaktion Redazione
Herr Außerhofer stellt in seinem Leserbrief die Daseinsberechtigung der Fraktionsverwaltung Bruneck Stadt in Frage, weil es dort praktisch keine Bauern mehr gäbe – in Wirklichkeit wohl vor allem, weil er sie als Hindernis auf dem Weg zu einem neuen Eisstadion sieht.
Das Nachdenken über die Zukunft ihrer Fraktionsverwaltung überlässt er als St. Georgener besser den Bruneckern selbst. Das Fraktionswesen garantiert eine gewisse Eigenständigkeit der Dorf- und Stadtgemeinschaften, wenn sie in einer Gemeindeverwaltung zusammengefasst sind – das ist nicht nur im Interesse von St. Georgen.
Die Fraktion ist mit der Verwaltung von Gemeingütern aller Bürger/innen beauftragt, nicht speziell der Bauern, und die Hergabe von Gründen auf Zuruf gehört nicht zu einer umsichtigen Verwaltung. Wenn der Bürgermeister versucht, sich durch einen Handstreich wichtige Gründe der Fraktion anzueignen, so ist das einem positiven Klima nicht förderlich. Herr Außerhofer sollte, nur weil er das Hockeyfieber hat, diese Aktion besser nicht verteidigen, denn sie entbehrt jeder rechtlichen Grundlage und wird dem eingereichten Rekurs nicht standhalten.
Er könnte hingegen versuchen, seiner Dorfgemeinschaft die Finanzierung eines Stadionneubaus, der ja den gesamten Bezirk betrifft, durch einen Urbanistikdeal mit St. Georgener Fraktionsgründen schmackhaft zu machen. Übrigens kein abwegiger Gedanke.
Jedenfalls kann auch in diesem Fall nur eine möglichst breite Gesamtsicht der Dinge zur richtigen Entscheidung führen.
30.12.2011
Georg Peinter
Hanspeter Niederkofler
Gemeinderäte der Grünen, Bruneck
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