Projekt „Ried“: deshalb Nein • Progetto „Ried“: le ragioni del no

bruneck_kronplatz

Eine Stellungnahme der Plattform Pro Pustertal an den Gemeinderat anlässlich der Überarbeitung des Skipistenplans fasst noch einmal übersichtlich die Argumentation gegen das Projekt zusammen.

Una presa di posizione della Piattaforma Pro Pusteria per il Consiglio comunale in occasione dell’aggiornamento del Piano piste da sci riassume l’argomentazione contro il progetto. 

(testo italiano segue in fondo)

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Stellungnahme zur dreijährigen Überarbeitung des Fachplans Skipisten und Aufstiegsanlagen

(1. Lesung, Beschluss der Landesregierung Nr. 1666 vom 22.06.2009)

Im Zuge der dreijährigen Überarbeitung des Fachplans Skipisten und Aufstiegsanlagen hat die Landesregierung mit Beschluss am 22.06.2009 das Projekt “Ried” in den Plan aufgenommen. Wir lehnen die Eintragung dieses Projektes aus den in der Folge dargelegten Gründen strikt ab.

Die Landesregierung war nicht berechtigt, das Projekt “Ried” in die Überarbeitung des Plans aufzunehmen

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen vor, dass Abänderungen während der Laufzeit des Plans nur aufgrund begründeter Änderungsanträge der betroffenen Gemeinden, die mittels Gemeineratsbeschluss vorgeschlagen werden, möglich sind (Durchführungsbestimmungen zum Fachplan, Beschluss der Landesregierung Nr. 13, 10.01.2005, Art. 1, Abs. 2). Die Gemeinde Bruneck hat nie einen Beschluss gefasst, der die Eintragung des Projektes “Ried” vorschlägt.

Die Landesregierung begründet die Nichtanwendung dieser Bestimmung im Beschluss vom 22.06.2009 mit diesen Worten: “Das Vorhaben war im Fachplan bereits enthalten, die dort vorgesehenen Untersuchungen wurden zwischenzeitlich abgeschlossen und die endgültige Eintragung, auch im graphischen Teil, kann somit unabhängig vom Dreijahrestermin, auch auf Antrag des Betreibers, erfolgen.” Abgesehen davon, dass für Projekte, die bereits eingetragen sind, zwar der Dreijahrestermin nicht gilt, wohl aber die Verpflichtung, dass Änderungen per Gemeinderatsbeschluss zu beantragen sind, ist das Projekt “Ried” nicht bereits im Skipistenplan enthalten. Die Landesregierung nimmt hier Bezug auf folgenden Passus, der im Januar 2005 aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses in den Plan aufgenommen wurde: “Zur Einschränkung des Individualverkehrs zwischen dem Brunecker Talboden und der Talstation in Reischach sowie des dortigen Stellplatzbedarfes, soll eine direkte Anbindung des Skigebietes Kronplatz an die Pustertaler Bahn mit Errichtung des dafür geeigneten Transportsystems mit Verbindungspiste oder Skiweg geprüft werden.” Damit wurde kein Projekt eingetragen, sondern nur Untersuchungen für ein mögliches Projekt angeregt. Um von einem Projekt sprechen zu können, müssen zumindest Ort und Verlauf von Piste und Aufstiegsanlage angegeben werden. Im konkreten Fall zog man eine Verlängerung der Aufstiegsanlage “Kron­platz 2000” in den Talboden zwischen Bruneck und St. Lorenzen und eine mögliche Piste im Bereich Stefansdorf in Betracht. Von einer Anbindung über Percha und einem Projekt “Ried” war absolut keine Rede, außerdem fehlen dazu die Anträge der Gemeinden Percha und Olang, die ebenso vom Projekt betroffen sind.

Das Projekt “Ried” ist ein neues Projekt von großer Tragweite und muss daher neu eingetragen werden, unter Einhaltung aller Bestimmungen und somit nur bei Vorlage entsprechender Beschlüsse aller drei betroffenen Gemeinderäte. Da für die dreijährige Überarbeitung nur “kleine Ergänzungen” zulässig sind, ist dafür ohnehin die Erstellung des neuen Skipistenplans abzuwarten. In der Gemeinde Bruneck liegt zudem ein Antrag auf Volksbefragung vor, bei der sich die Bevölkerung dazu äußern soll, ob am Nordosthang des Kronplatzes im Gebiet der Weiler Walchhorn und Ried skitouristische Infrastrukturen überhaupt zugelassen werden sollen. Diese Volksbefragung kann aufgrund der geltenden Bestimmungen frühestens im Herbst 2010 stattfinden. Demokratische und politische Korrektheit erfordern deshalb, dass der Gemeinderat Bruneck erst über das Projekt “Ried” befindet, nachdem das Ergebnis der Volksbefragung vorliegt.

Die Rechtfertigung des Projekts als verkehrspolitische Maßnahme ist nicht stichhaltig

Ausschlaggebend unter anderem für das positive Gutachten der UVP-Kommission (7 zu 3 Stimmen) war die Aussage, dass das Projekt Ried die einzig mögliche, bzw. sinnvolle Anbindung des Kronplatzes an die Pustertaler Bahn darstellt und dass nur mit diesem Projekt eine deutliche Verkehrsentlastung erzielt werden kann. Diese Aussage ist evident falsch. Ihr liegt vor allem ein Gutachten von Prof. Knoflacher zugrunde, das aus mehreren Gründen fragwürdig ist. Zum einen beruhen die Bewertungen auf Daten, die im Winter mittels am Kronplatz verteilter Fragebögen erhoben wurden. Sowohl die Formulierung des Fragebogens als auch die Erhebungsmethode können kaum als sorgfältig bezeichnet werden, und da die Erhebung nicht auf Personen beschränkt wurde, die den Kronplatz über Reischach erreichen, sind Rückschlüsse auf die mögliche Entlastung der Reischacher Talstation ohnehin fraglich. Abgesehen davon, dass eine Reihe von Parametern zur Bewertung des Verlagerungspotenzials recht willkürlich zugunsten des Projektes “Ried” festgelegt wurden, ist vor allem zu sagen, dass die in Aussicht gestellte Verkehrsverlagerung auf ein ganzes Paket an verkehrspolitischen Maßnahmen zurückgeht. Diese wurden mit dem Ist-Zustand verglichen, bei dem es in Reischach keinerlei Einschränkungen für den Autoverkehr und ein insgesamt dürftiges Angebot an öffentlichen Verkehrsverbindungen gibt. Verkehrspolitische Steuerungsmaßnahmen und damit eine relevante Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr sind aber auch ohne Projekt “Ried” möglich und können deshalb nicht zur Rechtfertigung des Projektes angeführt werden.

Tatsache ist, dass das Projekt “Ried” vom verkehrstechnischen Standpunkt auch dem Vergleich mit der Nullvariante nicht standhält. Dazu ist aber als Nullvariante nicht der heutiger Zustand zu definieren, sondern alles, was ohne neue Aufstiegsanlagen und Pisten zur Verbesserung der Verkehrssituation möglich ist. Die Einrichtung von dezidierten Shuttleverbindungen zwischen dem Bahnhof Bruneck und der Talstation Reischach sowie zwischen dem Bahnhof Olang und der Talstation Gassl ermöglicht von jedem Bahnhof aus dieselbe Anzahl an Verbindungen und dieselben Fahrtzeiten zum Gipfel des Kronplatzes – bei optimaler Verknüpfung sogar leicht kürzere Fahrtzeiten. Der sogenannte “Umsteigewiderstand”, der in den Bewertungen von Prof. Knoflacher eine sehr prominente Rolle einnimmt, ist aufgrund der modernisierten Bahnhofsinfrastruktur in Bruneck und Olang minimal, in den meisten Fällen sind weder nennenswerte Distanzen noch Höhenunterschiede zu überwinden. Prof. Knoflacher hat hingegen bei jeglichen Lösungen mit dem Bahnhof Bruneck als Umsteigepunkt einen sehr hohen Umsteigewiderstand angenommen. Dies kann, wenn man bedenkt, dass kein wirklich konkretes Szenario bewertet wurde, nur als willkürlich bezeichnet werden. Tatsache ist auf jeden Fall, dass die möglichen Vorteile durch das Projekt “Ried” (einmal weniger umsteigen) nur auf einen kleinen Teil des Einzugsgebiets zutreffen und von solch begrenztem Ausmaß sind, dass sie ein Projekt dieser Größenordnung mit allen negativen Begleiterscheinungen auf keinen Fall rechtfertigen können.

Generell ist Percha verkehrstechnisch nicht der geeignete Umsteigepunkt. Nur wer in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofs wohnt bzw. dort sein Urlaubsquartier hat, genießt den Vorteil einer direkten Bahnanbindung. Das ist allerdings nur ein sehr geringer Teil des Einzugsgebietes der Reischacher Talstation. Die Umgebung von Bruneck und das Tauferer Tal haben diesen Vorteil nicht, hier müsste man erst mit einem Bus den Bahnhof Bruneck erreichen, auf die Bahn umsteigen und nach Percha fahren, um dort die Seilbahn zu nehmen, bzw. mit einem Bus direkt den Bahnhof Percha erreichen. Dieser Bus kann aber ebenso gleich die Talstation in Reischach anfahren, bei insgesamt kürzeren Fahrtzeiten, weshalb sich kein Vorteil ergibt. Von einer nennenswerten Verkehrsentlastung im Raum Bruneck durch das Projekt “Ried” kann man deshalb nicht ausgehen.

Die STA hat im Auftrag der Landesverwaltung eine kurze Studie über eine mögliche Verbindung zwischen Bahnhof Bruneck (Mobilitätszentrum) und Talstation Reischach erstellt. Dies, nachdem das UVP-Gutachten vorgelegt wurde, das vor allem auf der Annahme beruht, dass eine funktionierende Anbindung nur in Percha möglich sei. Das Ergebnis der Studie ist interessant, die Diskussion darüber wurde aber sofort abgewürgt, unter anderem, weil sich die Kronplatz Seilbahn AG weigert, eine Investition in eine derartige Verbindung auch nur in Betracht zu ziehen. Diese Haltung durch eine Zustimmung zum Projekt “Ried” noch zu unterstützen, ist nicht vertretbar.

Neben einer Ausweitung und Optimierung der Busverbindungen zur Talstation in Reischach, die bei entsprechenden Begleitmaßnahmen eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation ermöglicht und im übrigen sofort und mit vergleichsweise geringen Kosten umgesetzt werden kann, ist mittelfristig nur eine Schienen- oder Seilbahnverbindung zwischen dem Mobilitätszentrum und der Talstation Reischach in Erwägung zu ziehen. Da das Mobilitätszentrum auch der Verknüpfungspunkt des gesamten öffentlichen Verkehrs im Brunecker Raum ist, profitiert von einer attraktiven Anbindung nicht nur Bruneck, sondern die gesamte Umgebung. Eine solche Anbindung mit Einbeziehung der Sportzone, besser noch mit einer Verlängerung Richtung Stadtzentrum und Reischach, wäre ein attraktives öffentliches Verkehrsmittel nicht nur für den Skibetrieb, weshalb es gerechtfertigt wäre, hier auch öffentliche Mittel zu investieren. Das Projekt “Ried” ist keine Verkehrslösung für Bruneck, seine Umsetzung verhindert aber, dass eine wirkliche Lösung je realisiert wird.

Das Projekt ist umweltpolitisch nicht vertretbar

Das Projekt sieht eine 6,4 km lange Piste vor, die fast bis 900 Meter Meereshöhe reicht. Abgesehen davon, dass eine Neuerschließung dieser Größenordnung niemals als “Begleiterscheinung” der Bahnanbindung akzeptiert werden kann, ignoriert dieses Projekt den Klimawandel. Namhafte Wissenschaftler, aber auch etwa die OECD oder Deutsche Bank Research sehen auch wirtschaftlich auf Dauer keine Zukunft für Skigebiete unter 1500 Metern. Auf jeden Fall ist jeder Pistenneubau unterhalb von 1500 Metern abzulehnen. Dass man dies im UVP-Gutachten ignoriert hat und offenbar der recht abenteuerlichen Argumentation der Projektbetreiber gefolgt ist, ist auf jeden Fall verwunderlich.

Der Kronplatz ist mit Sicherheit der am meisten verbaute Skiberg weit und breit, aber die Nordostflanke ist bisher von skitechnischer Erschließung verschont geblieben und stellt einen überaus wichtigen Rückzugsraum für die Fauna dar. Ebenso hat das Gebiet Walchhorn-Ried eine große historisch-kulturelle Bedeutung und ist wichtig als Naherholungsgebiet und sommerliches Wandergebiet. Diese Funktion würde durch die Erschließung und ihre – ganzjährigen – Begleiterscheinungen wesentlich beeinträchtigt.

Prof. Florineth hat in seinem Gutachten, das er bei der Gemeinderatssitzung am 5. September 2007 präsentiert hat, die Ried-Piste klar abgelehnt. Die Zusammenarbeit mit ihm wurde daraufhin beendet und sein Gutachten fand keinen Eingang in das UVP-Verfahren.

Das Projekt ist nicht im öffentlichen Interesse

Das Projekt “Ried” verbessert die Gesamtattraktivität des Skigebiets Kronplatz mit seiner zusätzlichen Piste und Seilbahn höchstens marginal. Der Kronplatz bietet eine mehr als ausreichende Auswahl an Pisten, die verschiedensten Ansprüchen gerecht werden. Eine Anbindung des Skigebiets an die Bahn und eine Optimierung der öffentlichen Verkehrsverbindungen lässt sich auch ohne Projekt “Ried” umsetzen, einer “Skiregion Pustertal” steht schon heute nichts im Wege, die diesbezüglichen Aussagen der Projektbetreiber sind zudem wenig glaubwürdig, wenn man die faktische Konkurrenzsituation zwischen den einzelnen Skigebieten bedenkt.

Das Projekt “Ried” dient einzig den Interessen der Kronplatz Seilbahn AG, die damit ihre Position in der Konkurrenzsituation mit den beiden anderen Seilbahnbetreibern am Kronplatz verbessern will. Dies mag aus der Sicht der Kronplatz Seilbahn AG nachvollziehbar sein, stellt aber kein öffentliches Interesse dar und rechtfertigt in keiner Weise einen derart schwerwiegenden Eingriff wie das Projekt “Ried”.

Wir fordern daher den Gemeinderat Bruneck dringend auf, das Projekt “Ried” und seine Eintragung in den Skipistenplan abzulehnen.

Bruneck, 3. September 2009
Für die Plattform Pro Pustertal
Dr. Christine Baumgartner
Sprecherin

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Presa di posizione sull’aggiornamento triennale del Piano di settore piste da sci e impianti di risalita

(prima lettura, delibera Giunta provinciale n. 1666 del 22/06/2009)

Nell’ambito dell’aggiornamento triennale del Piano di settore piste da sci e impianti di risalita la Giunta provinciale ha inserito il progetto “Ried” con delibera al 22/06/2009. Ci opponiamo fermamente all’inserimento di questo progetto per i motivi di seguito esposti.

La Giunta provinciale non era autorizzata ad inserire il progetto “Ried” nell’aggiornamento del Piano

Le disposizioni normative prevedono che le modifiche durante la validità del Piano possono avvenire solo in seguito a richieste motivate dei comuni interessati, da proporre mediante delibera del consiglio comunale (norme di attuazione sul Piano di settore, delibera della Giunta provinciale n. 13, 10.02.2005, art. 1 § 2). Il Consiglio comunale di Brunico non ha mai deliberato una richiesta di inserimento del progetto “Ried” nel Piano.

La Giunta provinciale nella delibera del 22/06/2009 dà la seguente motivazione per la mancata applicazione di questa disposizione: “Il progetto era già contenuto nel piano di settore e gli studi ivi previsti nel frattempo si sono conclusi. Quindi il definitivo inserimento nel piano di settore può avvenire indipendentemente dalla scadenza triennale, pure nella parte cartografica, anche su richiesta del gestore.” A prescindere dal fatto che per progetti già contenuti nel piano non vale la scadenza triennale, ma rimane l’obbligo di richiesta con delibera del consiglio comunale, il progetto “Ried” non è affatto già contenuto nel Piano piste da sci. La Giunta provinciale si riferisce qui al seguente passaggio, inserito nel Piano nel gennaio 2005 in seguito ad una delibera del Consiglio comunale di Brunico: “Allo scopo di contenere il traffico individuale tra il fondovalle di Brunico e la stazione a valle di Riscone, nonché il fabbisogno di aree di parcheggio in tale zona, dovrà essere studiato un collegamento diretto della zona sciistica Plan de Corones con la ferrovia della Val Pusteria, mediante la realizzazione di un adeguato sistema di trasporto e relativa pista di collegamento o sentiero sciistico.” Con questo non si è inserito un progetto, ma si è semplicemente proposto di verificare i presupposti per un possibile progetto. Per parlare di un progetto, almeno il luogo e il percorso dell’impianto e della pista devono essere determinati. Nel caso concreto si pensava ad un prolungamento dell’impianto “Kronplatz 2000” nel fondovalle tra Brunico e S. Lorenzo e una possibile pista nella zona di S. Stefano. Non si riferisce assolutamente al successivo progetto “Ried”, per il quale mancano inoltre le richieste dei comuni di Perca e Valdaora, interessati dal progetto come Brunico.

Il progetto “Ried” è un nuovo progetto di grande rilevanza e deve perciò essere inserito ex novo, rispettando le disposizioni e perciò solo su presentazione di delibere comunali in questo senso da parte di tutti i e tre i consigli comunali interessati. Essendo nell’aggiornamento triennale ammissibili solo “piccole integrazioni”, occorre comunque aspettare l’estensione del nuovo Piano. Nel comune di Brunico è inoltre stata presentata una richiesta di referendum per permettere alla popolazione di esprimersi sulla questione se sul versante nordest del Plan de Corones nella zona degli abitati di Walchhorn e Ried debbano essere ammesse infrastrutture sciistiche. Questo referendum in seguito alle disposizioni vigenti non può avvenire prima dell’autunno 2010. La correttezza democratica e politica esige perciò che il Consiglio comunale di Brunico decida sul progetto “Ried” solo quando sarà disponibile il risultato del referendum.

La giustificazione del progetto come misura di politica del traffico non regge

Fu determinante tra l’altro per il parere positivo della commissione VIA (con 7 voti a 3) l’affermazione che il progetto “Ried” fosse l’unico collegamento possibile e sensato del Plan de Corones con la ferrovia della Pusteria e che solo con questo progetto fosse possibile un miglioramento significativo della situazione del traffico. Quest’affermazione è evidentemente falsa. Si basa su un parere del Prof. Knoflacher che appare di dubbio valore per diversi motivi. Da una parte le valutazioni si fondano su dati rilevati in inverno mediante questionari distribuiti sul Plan de Corones. Sia la formulazione delle domande che il metodo di rilevamento non possono definirsi molto accurati, e non avendo limitato l’indagine a persone che raggiungono il Plan de Corones attraverso Riscone, le valutazioni sul possibile effetto di riduzione del traffico alla stazione a valle di Riscone sono comunque dubbie. A parte il fatto che una serie di parametri di valutazione del potenziale di cambiamento modale sono state fissate in modo abbastanza arbitrario a favore del progetto “Ried”, va soprattutto detto che la prefigurata riduzione del traffico è frutto di tutto un pacchetto di misure. Queste sono state confrontate con la situazione attuale, che non prevede nessuna limitazione per il traffico automobilistico e un’offerta tutto sommato carente di collegamenti di trasporto pubblico. Ma le misure di politica del traffico e un aumento rilevante della quota del trasporto pubblico sono possibili anche senza il progetto “Ried” e non possono perciò essere usate per giustificare il progetto.

E‘ un fatto che il progetto “Ried” dal punto di vista trasportistico non regge il confronto neanche con la variante zero. Come variante zero va definita naturalmente non la situazione attuale, ma tutto quello che risulta possibile per migliorare la situazione del traffico senza costruire nuovi impianti e piste. L’istituzione di navette dedicate tra la stazione di Brunico e la stazione a valle di Riscone e tra la stazione di Valdaora e la stazione a valle di Gassl permette lo stesso numero di collegamenti e gli stessi tempi di percorrenza per la cima del Plan de Corones – con una gestione ottimale i tempi sono addirittura minori. La cosiddetta “resistenza da rottura di carico”, alla quale viene attribuita una grande importanza nelle valutazioni del prof. Knoflacher, in seguito alle strutture modernizzate nelle stazioni di Brunico e Valdaora risulta minima, poiché nella massima parte dei casi non è necessario percorrere distanze a piedi o dislivelli rilevanti. Il Prof. Knoflacher invece per qualsiasi soluzione che riguardi la stazione di Brunico è partito dall’assunzione di una resistenza molto alta. Considerando che non si è mai valutato uno scenario veramente concreto, si può definire solo una valutazione arbitraria. E‘ un fatto comunque che i possibili vantaggi del progetto “Ried” (un cambio in meno) riguardano solo una piccola parte del bacino di utenza e sono di entità talmente ridotta che non possono giustificare in nessun modo un progetto di queste dimensioni con tutti i suoi effetti negativi.

Perca non è comunque il punto di interscambio più adatto dal punto di vista logistico. Solo chi abita o risiede in un albergo nell’immediata vicinanza di una stazione gode il vantaggio di un collegamento ferroviario diretto. Si tratta comunque solo di una minima parte del bacino della stazione a valle di Riscone. I dintorni di Brunico e la valle di Tures non hanno questo vantaggio, qui si dovrebbe prima raggiungere la stazione di Brunico in autobus, cambiare per il treno per arrivare a Perca e poi salire in funivia, oppure raggiungere direttamente in autobus la stazione di Perca. Ma l’autobus può benissimo raggiungere direttamente la stazione a valle di Riscone, con tempi complessivi più ridotti, perciò non si ha nessun vantaggio. Non si può perciò parlare di un miglioramento rilevante della situazione del traffico nell’area di Brunico a seguito del progetto “Ried”.

L’STA su incarico dell’amministrazione provinciale ha elaborato un breve studio sulle possibilità di collegamento tra la stazione di Brunico (centro mobilità) e la stazione a valle di Riscone. Questo è avvenuto solo dopo la presentazione del parere VIA che si basa soprattutto sull’assunzione che un collegamento funzionale fosse possibile solo da Perca. Il risultato dello studio è interessante, però la discussione in merito si è subito chiusa, tra l’altro perché la Funivia Plan de Corones S.p.A. si rifiuta di prendere anche solo in considerazione un investimento in un simile collegamento. Non è giustificabile sostenere un tale atteggiamento approvando il progetto “Ried”.

Oltre all’estensione e all’ottimizzazione dei collegamenti autobus per la stazione a valle di Riscone, che con le giuste misure affiancate consente un notevole miglioramento della situazione del traffico e può essere realizzato subito e con costi relativamente ridotti, a medio termine si può prendere in considerazione unicamente un collegamento su rotaia o funiviario tra il centro mobilità e la stazione a valle di Riscone. Essendo il centro mobilità anche il punto di interscambio tra tutte le linee di trasporto pubblico nell’area brunicense, i vantaggi di un simile collegamento non riguardano solo Brunico, ma tutto il circondario. Un collegamento di questo tipo, esteso alla zona sportiva e possibilmente al centro della città e Riscone, sarebbe un mezzo di trasporto pubblico attraente non solo per la zona sciistica, perciò sarebbe giustificato investirci anche fondi pubblici. Il progetto “Ried” non è una soluzione per il traffico di Brunico, ma la sua realizzazione impedisce che una soluzione vera venga mai realizzata.

Il progetto non è sostenibile dal punto di vista ambientale

Il progetto prevede una pista di 6,4 km che raggiunge quasi i 900 metri di altitudine. A parte il fatto che una nuova pista di queste dimensioni non può in nessun modo essere accettata come “effetto collaterale” del collegamento con la ferrovia, il progetto ignora il cambiamento climatico. Scienziati rinomati, ma anche l’OCSE o Deutsche Bank Research nel lungo periodo non vedono prospettive economiche per zone sciistiche sotto i 1500 metri. In ogni caso va respinta la costruzione di nuove piste al di sotto dei 1500 metri. E‘ incomprensibile come si sia potuto ignorare questo nel parere VIA, seguendo l’argomentazione alquanto avventurosa dei fautori del progetto.

Il Plan de Corones è sicuramente la montagna più trasformata di tutta la regione, ma il versante nordest finora è stato risparmiato da impianti e piste e costituisce una zona di rifugio assai importante per la fauna. La zona Walchhorn-Ried inoltre ha una grande rilevanza storica e culturale ed è importante come zona ricreativa ed escursionistica in estate. Questa funzione rimarrebbe pregiudicata da nuovi impianti e i loro effetti collaterali per tutto l’anno.

Il Prof. Florineth nel suo parere presentato nella riunione del Consiglio comunale del 5 settembre 2007 ha chiaramente bocciato la pista Ried. In seguito la collaborazione con lui è stata terminata e il suo parere non è entrato nella procedura VIA.

Il progetto non è di pubblico interesse

Il progetto “Ried” con una pista e un impianto aggiuntivi può migliorare l’attrattiva complessiva del Plan de Corones solo in misura marginale. La montagna offre già una scelta più che sufficiente di piste per le più diverse esigenze. Un allacciamento della zona sciistica alla ferrovia ed una ottimizzazione dei collegamenti di trasporto pubblico sono possibili anche senza progetto “Ried”, una “regione sciistica Val Pusteria” può essere realizzata da subito, anche se le relative affermazioni dei fautori del progetto sono poco credibili, considerando l’effettiva concorrenza tra le diverse stazioni sciistiche.

Il progetto “Ried” serve unicamente gli interessi della Funivia Plan de Corones S.p.A. che intende migliorare la propria posizione nella competizione con le altre società funiviarie sul Plan de Corones. Questo può essere plausibile dal punto di vista della Funivia Plan de Corones S.p.A., ma non rappresenta certo un pubblico interesse e non giustifica in nessun modo un intervento talmente pesante come il progetto “Ried”.

Invitiamo quindi il Consiglio comunale di Brunico con determinazione a respingere il progetto “Ried” e il suo inserimento nel Piano piste da sci.

Brunico, 3 settembre 2009
per la Piattaforma Pro Pusteria
Dr. Christine Baumgartner
portavoce

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