Kopenhagen – Bruneck

Während die Welt in Kopenhagen darüber berät, wie wir eine globale Klimakatastrophe noch abwenden können, haben wir hier in unseren Städten und auf unseren Straßen wieder einmal den ganz normalen vorweihnachtlichen Wahnsinn erlebt. Wir haben von guten Umsätzen gehört und davon, welche Superidee unsere schönen Weihnachtsmärkte doch sind und welcher Segen für das ganze Land.

Was solche Konsumorgien mit der Bedeutung des Weihnachtsfestes zu tun haben – diese Frage traut man sich ja schon gar nicht mehr zu stellen. In einem so klimabewussten Land wie Südtirol sollte man sich aber zumindest Gedanken darüber machen, wieviele Tonnen zusätzliche CO2-Emissionen man mit Weihnachstmärkten und ähnlichen Spektakeln verursacht und wieviel man wirklich unternimmt, um zumindest einen größeren Teil der Gäste auf klimafreundlichere Verkehrsmittel zu bringen. Wie steht es mit den überregionalen Bahnverbindungen, wie steht es mit der Riggertalschleife? Oder glauben wir immer noch, den Verkehr mit noch mehr Umfahrungen, Ausfahrten und Parkplätzen in den Griff zu bekommen? Wie steht es mit einem langsameren, entspannteren, nachhaltigeren Tourismus? Oder wird wirklich nur an neuen Events und neuen Skipisten gearbeitet, auch wenn sie den halben Winter über unterhalb der Schneefallgrenze liegen?

Hackschnitzelwerke und Klimahäuser sind nicht genug, um aus dem Pustertal ein „Klimatal“ zu machen. Es wird Zeit, auch die weniger bequemen Themen anzugehen.

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Copenaghen – Brunico

Mentre a Copenaghen il mondo discute su come evitare la casatrofe climatica globale, qui nelle nostre città abbiamo rivissuto giorni di ordinaria follia prenatalizia. Abbiamo sentito di buoni incassi e ci è stato ripetuto che i nostri bei mercatini sono una geniale idea e un immenso beneficio per tutti noi.

Cosa abbiano a che fare queste orge consumistiche con il significato del Natale è una domanda che ormai non si ha neanche più il coraggio di porre. In una terra così attenta alla tematica del clima però ci si dovrebbe almeno chiedere quante tonnellate aggiuntive di CO2 stiamo provocando con mercatini ed eventi del genere e quanto si faccia veramente per ottenere almeno che una parte più consistente degli ospiti scelga mezzi di trasporto più sostenibili. Come siamo messi con i collegamenti ferroviari interregionali, a che punto siamo con la variante della Val di Riga? Oppure continuiamo a credere di risolvere il problema del traffico con altre circonvallazioni, altri svincoli e altri parcheggi? A che punto è l’idea di un turismo più lento, più rilassato e più sostenibile? Oppure stiamo solo progettando nuovi megaeventi e nuove piste da sci, anche se si trovano a quote che d’inverno vedono ormai più pioggia che neve?

Le centrali a biomassa e le case clima non bastano per fare della Val Pusteria la „valle del clima“. E‘ ora di affrontare anche le tematiche meno comode.

09.12.2009
Hanspeter Niederkofler

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