Amtsentschädigungen: Warum kein Signal geben? • Indennità di carica: perché non dare un segnale?

Der Bürgermeister hat unser Aufschlussbegehren, in dem wir die Frage stellten, ob man  in Bruneck nicht vielleicht auf die von der Regionalregierung im Frühjahr beschlossene Erhöhung der Amtsentschädigungen und Sitzungsgelder verzichten könne, wohl einfach falsch verstehen wollen. Die offizielle Antwort ist keine Antwort – es wird nur die Rechtsquelle für die vorgenommene Erhöhung zitiert – und in den Aussagen, die die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ am 17. September wiedergegeben hat, ergeht er sich nur in Rechtfertigungen, die niemand von ihm verlangt hat.

Unser Aufschlussbegehren stellt nicht den Arbeitseinsatz oder die Qualität der Arbeit des Bürgermeisters und des Ausschusses zur Diskussion. Es enthält nur zwei Feststellungen:

  • Was die Höhe der Amtsentschädigungen anbelangt, so besteht wohl kein Aufholbedarf – in Südtirol werden bereits deutlich höhere Entschädigungen gezahlt als in anderen Regionen.
  • Für große Teile der Bevölkerung ist die wirtschaftliche Situation in den letzten Jahren schlechter geworden, unter anderem auch wegen der Auswirkungen von Sparmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Haushalte.

Unter diesen Umständen wäre es schlicht ein Signal der Solidarität, wenn man auf eine Erhöhung der Entschädigungen verzichtete. Die Frage betrifft im übrigen nicht nur Bürgermeister und Ausschuss, sondern auch die Sitzungsgelder von uns einfachen Gemeinderäten. Was diese letzteren betrifft, kann man ja durchaus der Meinung sein, dass sie  für Gemeinderät/innen, die ihrer Aufgabe gewissenhaft nachkommen, angemessen sind. Dennoch wäre ein Einfrieren der Beträge ein Signal, das wir für angebracht hielten.

Amtsentschädigungen und Sitzungsgelder machen nur einen sehr kleinen Teil des Gemeindehaushalts aus, auch wenn sie noch höher wären. Hier geht es nicht um billigen Populismus – die öffentlichen Finanzen lassen sich nicht sanieren, indem man einfach nur die Bezüge der Politiker/innen zusammenkürzt. Aber wer das Gemeinwesen vertritt und somit auch moralisch im Rampenlicht steht, sollte sich schon überlegen, welches Bild er/sie abgibt – gerade in Zeiten, in denen laufend von enger zu schnallenden Gürteln die Rede ist.

19.09.2010
Für die Grüne Ratsfraktion
Hanspeter Niederkofler

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Indennità di carica: perché non dare un segnale?

Il Sindaco evidentemente ha voluto capire male la nostra interpellanza nella quale si chiedeva se non si potesse rinunciare a Brunico all’aumento delle indennità e dei gettoni di presenza deliberate nella scorsa primavera dalla giunta regionale. La risposta ufficiale non è una risposta – si indica unicamente la fonte normativa per l’aumento effettuato – e nelle affermazioni riportate dalla „Neue Südtiroler Tageszeitung“ il 17 settembre il Sindaco si limita a giustificazioni che nessuno gli ha chiesto.

La nostra interpellanza non intende lanciare discussioni sull’impegno o la qualità del lavoro del Sindaco e della Giunta. Contiene unicamente due affermazioni:

  • Per quanto riguarda l’ammontare delle indennità, non c’è sicuramente nessuna necessità di recupero – nella nostra provincia già si pagano indennità maggiori in confronto con altre regioni.
  • Per un’ampia parte della popolazione la sitazione economica è peggiorata negli ultimi anni, tra l’altro anche per le ripercussioni di misure di risparmio nell’ambito dei conti pubblici.

In queste condizioni sarebbe semplicemente un segnale di solidarietà se si rinunciasse all’aumento delle indennità. La questione non riguarda peraltro solamente il Sindaco e la Giunta, ma anche i gettoni di presenza di noi semplici consiglieri. Per quanto riguarda questi ultimi, si può senz’altro essere dell’opinione che siano adeguati per consiglieri/e che assolvono diligentemente il loro compito. Tuttavia un blocco degli aumenti sarebbe un segnale che avremmo ritenuto opportuno.

Le indennità di carica e i gettoni di presenza coprono solo una parte molto piccola del bilancio comunale, anche se fossero ancora più alti.  Non si tratta di populismo a buon mercato – le finanze pubbliche non si possono risanare tagliando semplicmente i costi della politica. Ma chi rappresenta la comunità e si muove quindi sotti i riflettori anche dal punto di vista morale, dovrebbe riflettere su quale immagine trasmette, specialmente in tempi quando si fa un gran parlare di cinghie da tirare.

19/09/2010
Per il Gruppo consiliare Verde
Hanspeter Niederkofler

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