Öko-Nonsens

Leserbrief

Da werden künftig nach Presserecherchen im Schnitt zwei- bis viermal täglich Tanklaster von und nach Bordeaux nicht nur an meinem Haus vorbeifahren, um Rapsöl nach Sand in Taufers zu liefern. Dort verbrennt es in Blockheizwerken zu Wärme und Strom. Die zusätzlichen Abgase und Lärm verdanke ich findigen Betreibern, die einen ökologischen Ansatz in reine Geschäftemacherei verdrehen – auch mit Hilfe öffentlicher Subventionen für den Stromverkauf. Anstatt das Rapsöl möglichst in der Region zu verbrennen, wo es hergestellt wird und gegebenenfalls den Strom zu verschicken, wird es mit einem jährlichen Energieaufwand, mit dem man mehr als 130 Einfamilienhäuser beheizen könnte, nach dem an Wasserkraft so reich gesegneten Südtirol geliefert. Dass es in dem Dorf, dem einer der Initiatoren als Bürgermeister vorsteht, bereits ein für die Wärmeproduktion ausreichendes Hackschnitzelwerk und zur Not einen Anschluss an eine Erdgasleitung und an die Mühlener Biowatt gibt, lässt die Geschäftstüchtigen nicht zur grünen Vernunft kommen.

Wie verhöhnt fühlt sich da, wer sich nicht nur aus finanziellen Gründen ums Energiesparen bemüht. Er wird auch die Erreichbarkeits-Diskussion Pustertaler Wirtschaftskreise in neuem Licht sehen.

Georg Peintner
16.01.2011

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