Lärmschutz

Leserbrief

Lärmschutzwände bringen zumindest teilweise Entlastung – vorausgesetzt, sie können ihre Wirkung entfalten. Das tun sie aber nur, wenn sie möglichst nahe an der Lärmquelle stehen. Nur so werden Schallwellen, die ein ähnliches physikalisches Verhalten wie Wasserwellen haben, kanalisiert nach oben abgeleitet. Ist die Entfernung zu groß, überrollt der Lärm das Hindernis und hat nur einen ganz wandnahen Wirkungsbereich. Man möchte meinen, dass dies den Her- und Aufstellern der Wände bekannt ist, aber an vielen Orten – auch im Raum Bruneck/St. Lorenzen – stehen die unschönen Sichtbarrieren und Landschaftszerteiler in vollkommen ungeeigneter Distanz zur Fahrspur und dienen somit nur dem Geldbeutel der Produzenten.

Dabei sollten sie ohnehin die letzte Wahl sein. Oft wären lärmreduzierende Maßnahmen am Gefährt (z.B. spezielle Bereifung) oder der Straße (Flüsterasphalt) und kontrollierte Geschwindigkeitsbegrenzungen genauso wirksam und für das Landschaftsbild besser. Aber bevor der Autofahrer und -hersteller in seiner Freiheit eingeschränkt wird, geht es vielfach dem anonymen Steuerzahler in Form von Sanitätsausgaben für Lärmgeschädigte und Investitionen für Pseudomaßnamen an den Geldbeutel.

01.02.2011
Georg Peintner

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