Schlossgarage: unsere Standortbewertung • Parcheggio del Castello: la nostra valutazione

(testo italiano in fondo)

Die Idee, einen größeren Parkplatz bzw. eine Tiefgarage im Bereich Schlossberg zu errichten, gibt es schon seit vielen Jahren. Das Vorhaben hat schließlich Eingang in das Brunecker Mobilitätskonzept gefunden, das der Gemeinderat im Januar 2008 genehmigt hat. Darin wird die Funktion der „Parkgarage Zentrum Süd“ wie folgt beschrieben (techn. Bericht Dez. 2007, S. 63):
„Damit der nach Bruneck von Süden einfahrende Verkehr (…) eine Parkgelegenheit vorfindet, ohne das Zentrum zu belasten, wird die Errichtung einer Parkgarage vorgesehen. (…) Positiver Nebeneffekt dieser Parkgarage ist, dass sie die Funktion eines Auffangparkplatzes übernimmt, sich gleichzeitig aber durch ihre Zentrumsnähe auszeichnet.“

Hauptfunktion ist es also, den von Reischach und der Südausfahrt kommenden Verkehr mit Ziel Stadtzentrum zu einem größtmöglichen Teil vor der Reischacher Kreuzung abzufangen, sonst besteht die Gefahr, dass die Südausfahrt zu einer Verschlechterung der Verkehrssituation im Bereich Graben-Pacherstraße führt. Um diese Funktion erfüllen zu können, muss die Garage für die meisten Zielorte des Stadtzentrums günstig liegen, sonst wird sich ein großer Teil des Autoverkehrs uf der Suche nach günstigeren Parkmöglichkeiten ins Zentrum ergießen und das Konzept geht nicht auf.

Auch mögliche Verkehrseinschränkungen wie ein Einbiegeverbot Richtung Graben werden nicht wirksam sein, wenn die Schlossgarage nicht attraktiv liegt. Die Erfahrung lehrt, dass Verkehrsregelungen auf Druck hin jederzeit abgeändert werden, auch wenn das den Planungen und Konzepten widerspricht. So ist z. B. am Graben eine Einfahrt in die Rathausgarage gebaut worden, obwohl das in der Planungsphase ausdrücklich ausgeschlossen worden war.

Neben der Position der Garage spielen auch die Gestaltung und vor allem der landschaftliche Eingriff eine wesentliche Rolle, da der Schlossberg und seine Umgebung ein Gebiet sind, das besondere Rücksicht verdient.

Zur Auswahl stehen de facto zwei Standorte: die Schlosskurve westlich des Schlosses, wo es schon einen kleinen Parkplatz gibt, sowie die Schlosswiese südöstlich des Burghügels.

Schlosskurve

Schlosswiese

Arch. Thomas Winkler hat in einer Bewertung im Auftrag der Gemeindeverwaltung im November 2009 alle anderen Vorschläge, u. a. eine Tiefgarage unter dem Graben, verworfen und den Standort Schlossbergkurve am höchsten bewertet, vor allem was das Kriterium Nähe zum Stadtzentrum anbelangt.

Im April 2010 ging der Bürgermeister gegenüber der Verkehrskommission die Verpflichtung ein, für beide noch in Frage kommenden Standorte konkrete Gespräche mit den Grundbesitzern zu führen. Seitdem war die Stadtverwaltung aber nur für den Standort Schlosswiese aktiv und hat mit den privaten Grundbesitzern Gespräche geführt, während es zum Standort Schlossbergkurve, der Eigentum der Fraktion Bruneck ist, keine ernsthaften Kontakte gegeben hat.

Auch aus der Antwort des Bürgermeisters auf unsere Anfragen vom Juni 2010 und Januar 2011 lässt sich recht klar ablesen, dass die Gemeindeverwaltung sich bereits für den Standort „Schlossbergwiese“ entschieden hat und die Lösung „Schlossbergkurve“ ignoriert. Diese einseitige Haltung ist absolut nicht gerechtfertigt und wirft Zweifel über die eigentlichen Gründe dieser Bevorzugung auf.

Außer der erwähnten Bewertung von Arch. Winkler liegt seit Januar 2011 eine des Büros Bergmeister vor, die keinem der beiden Standorte den Vorzug gibt, allerdings eine klare Fehleinschätzung enthält, weil sie die verkehrsmäßige Bedeutung des Gebiets östlich der Oberstadt überbewertet. Eine gemeindeinterne Bewertung, der Kaufleuteverband, der Tourismusverein und der HGV sprechen sich für die Schlosswiese aus. Wichtige Gutachten von Fachleuten fehlen allerdings – laut Antwort des Bürgermeisters lag im Januar 2011 nichts bezüglich Denkmalschutz, Landschaft oder Geologie vor.

Der Bürgermeister hat mehrfach betont, dass es bezüglich Schlossgarage um „die beste Lösung für Bruneck“ gehe, unabhängig davon, wem die Gründe gehören. Auf der Suche nach dieser Lösung legt hiermit die Grüne Ratsfraktion ihre Bewertung der beiden Standorte vor. Diese folgenreiche Entscheidung soll schließlich nicht ohne fundierte Argumentation getroffen werden.

Standort und Auswirkung auf den Verkehr

Für dieses wichtigste Entscheidungskriterium vergleichen wir anhand einer Liste von Zielorten im Bereich des Stadtzentrums die effektiven Fußwege von
den Parkplätzen aus.

 

 

Schlosskurve

Schlosswiese

1

Untere Stadtgasse, Stadtbibliothek

190 m

510 m

2

Mittlere Stadtgasse, Apotheke

220 m

420 m

3

Obere Stadtgasse, Rienztor

270 m

250 m

4

Oberragen, Mariensäule

300 m

170 m

5

Graben, Passage Mair

270 m

590 m

6

Graben, Florianitor

270 m

470 m

7

Oberer Graben/Groß-Gerau-Promenade

380 m

390 m

8

Graben/Rathausplatz

300 m

640 m

9

Gilmplatz

320 m

510 m

10

Rathaus

390 m

720 m

11

Postamt

470 m

780 m

12

Stegener Straße, Raiffeisencenter

400 m

620 m

13

Herzog-Sigmund-Straße

390 m

510 m

14

Seeberstraße, Waldebrücke

500 m

570 m

15

Bruder-Willram-Str., Stadtmuseum

350 m

330 m

16

Kapuzinerplatz, Michael-Pacher-Haus

430 m

420 m

17

Sternhof

500 m

480 m

18

Paternsteig, Sozialsprengel

700 m

680 m

19

Ragenhaus

450 m

200 m

20

Friedhof

490 m

310 m

21

Michael-Pacher-Straße, INPS

410 m

820 m

22

Romstraße

440 m

850 m

23

Kino

300 m

700 m

24

Schloss Bruneck

220 m

140 m

Die 24 Zielorte

Gebiete, die in 5 Minuten Gehzeit (300 m) von den Parkplätzen aus errreichbar sind. Überschneidungen der beiden Standorte sind strichliert dargestellt.

Das Ergebnis ist eindeutig, umso mehr wenn man bedenkt, dass nicht alle Punkte gleichwertig sind. Im engeren Stadtzentrum – Stadtgasse und Graben – gibt es nicht nur einzelne Anziehungspunkte, hier konzentrieren sich Handel, Dienstleistungen und Verwaltung. Hier halten sich tagsüber die meisten Menschen für Arbeit, Einkaufen, Erledigungen und Freizeit auf, wobei ein wesentlicher Teil von ihnen von außerhalb Brunecks kommt. Dieser Bereich wird vom Standort Schlosskurve aus sehr gut abgedeckt, während die Distanzen von der Schlosswiese zur unteren Stadtgasse und zum Graben schon nicht mehr sonderlich attraktiv sind.

Die Schlosswiese erschließt hingegen das Gebiet um die Pfarrkirche, das allerdings für die überörtliche Mobilität von sehr geringer Bedeutung ist – Pfarrkirche und Friedhof werden überwiegend von Leuten aus der Pfarrei Bruneck besucht. Ansonsten handelt es sich vorwiegend um ein Wohngebiet, die einzige bedeutende öffentliche Einrichtung ist das Ragenhaus. Für die Musikschule gibt es gute Gründe für eine Verlegung, aber auch wenn sie dort bleiben sollte, kann sie wohl nicht die Ansiedlung einer Tiefgarage mit hunderten Stellplätzen an einem ansonsten schlecht geeigneten Ort rechtfertigen.

Als Argument für die Schlosswiese wird häufig die „Aufwertung der Oberstadt“ genannt. Was damit genau gemeint sein soll, bleibt dahingestellt. Seit sie verkehrsberuhigt ist, hat sich die Oberstadt durchaus vorteilhaft entwickelt, sie stellt in Ergänzung zur Stadtgasse den ruhigen, zum Verweilen einladenden Teil der Altstadt dar, der sowohl bei der ansässigen Bevölkerung als auch bei den Feriengästen sehr beliebt ist. Neben Lokalen gibt es hier auch ein vergleichsweise differenziertes Angebot an Geschäften.

Die Oberstadt ist im übrigen auch vom Standort Schlosskurve aus in 4 bis 5 Minuten Gehzeit bequem zu erreichen, über die Rainkirche oder über eine kurze Passage durch den Schlossberg, für die der bestehende Bunker verwendet werden kann.

Es bleibt natürlich weiterhin wünschenswert, die Oberflächenparkplätze im Bereich Oberstadt zu reduzieren und insbesondere das Rienzufer aufzuwerten, aber auch dafür ist keine Riesengarage in der Schlosswiese zu rechtfertigen. Außerdem dienen diese Parkplätze heute in erster Linie nicht der Oberstadt, sondern der Stadtgasse.

Gegen den Standort Schlosskurve wird auch ins Feld geführt, dass er sich mit der Rathausgarage überschneide. Dies ist aber nur im Bereich Graben und untere Stadtgasse der Fall, dabei handelt es sich aber um das Stadtzentrum, das auf jeden Fall von beiden Garagen bedient werden muss. Außerdem hat die Rathausgarage die Funktion, den Verkehr aus Norden und Westen aufzunehmen, die Schlossgarage den Verkehr aus Süden und Osten – es besteht also keine Konkurrenz, sofern man wirklich eine Verkehrsreduzierung im Stadtzentrum erreichen will.

Es besteht auch ein gewisser Verdacht, dass von mancher Seite die Schlosswiese favorisiert wird, weil man in einem nächsten Schritt beabsichtigt, eine weitere Tiefgarage im Stadtzentrum zu errichten, etwa unter dem Graben. Ein derartiges Ansinnen lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab, es widerspricht dem Verkehrskonzept und jeder vernünftigen Verkehrsplanung. Der alte Baumbestand ist absolut zu schützen und der Graben darf nicht auch noch zu einer toten Oberfläche werden, wie es alle Plätze auf Tiefgaragen sind. Arch. Winkler hat im übrigen den Standort Graben in seiner Bewertung klar verworfen, auch aus Kostengründen.

Landschaftlicher Eingriff

Der Schlossberg und seine Umgebung ist ohne Zweifel ein landschaftlich sensibles Gebiet, das besondere Sorgfalt erfordert. Der Standort Schlosswiese liegt direkt am Schlossberg an und eine mehrgeschossige Tiefgarage samt Zufahrt stellt hier auf jeden Fall einen schweren Eingriff dar. Auch wenn die Oberfläche wieder hergestellt wird, verändert die Garage die südöstliche Seite des Schlossbergs wesentlich, das Wäldchen beim Kronplatzweg würde den Bauarbeiten zum Opfer fallen. Auch die Errichtung der Ein- und Ausfahrt, der Lüftungsschächte sowie einer Notzufahrt ist nicht ohne schwerwiegende landschaftliche Eingriffe machbar.

Der Standort Schlosskurve berührt hingegen den Schlossberg nicht direkt und steht an einem Ort, der bereits von der Straße geprägt ist. Aber auch hier ist natürlich größte Sorgfalt bei der Einfügung und Außengestaltung geboten.

Eine definitive Bewertung aus landschaftlicher und denkmalschützerischer Sicht ist erst möglich, sobald ein Ausführungsprojekt vorliegt, was bislang nicht der Fall ist.

Ausführung

In der Art des Baus unterscheiden sich die beiden Standorte wesentlich. In der Schlosswiese ist eine mehrgeschossige Tiefgarage vorgesehen, in der Schlosskurve handelt es sich um offene Parkdecks, die von Tageslicht beleuchtet werden. Aus ästhetischen Gründen wird die Anlage gegen den Schlossberg hin mit einer Fassade abgeschlossen, die begrünt wird. Offene Parkdecks werden im allgemeinen besser angenommen als unterirdische Tiefgaragen, auch das ist ein Punkt zugunsten des Standorts Schlosskurve.

Von der Schlosswiese führt ein Weg Richtung Zentrum. Von der Schlosskurve aus verlaufen die ober- und unterirdischen Zugangswege sternförmig und bieten nebenbei die Möglichkeit, die Begehbarkeit des Schlossbergs zu verbessern – z. B. mit Hilfe eines Aufzugs – und so auch das Schloss optimal an die Innenstadt anzubinden.

Finanzierung

Für die Schlosswiese liegt nach bisherigen Informationen ein Finanzierungskonzept vor. Die privaten Bauträger sollen den Bau über den Verkauf von privaten Stellplätzen finanzieren und der Gemeinde die öffentlichen Parkplätze zur Verfügung stellen. Bei der Schlosskurve hingegen hat es die Gemeindeverwaltung bislang nicht interessiert, wie es mit einer möglichen Finanzierung aussieht. Es ist allerdings nicht einleuchtend, weshalb dort keine Lösung möglich sein sollte, ist der Standort doch wesentlich attraktiver und der gesamte Grund in öffentlichem Besitz. Eher ist wohl die Frage zu stellen, weshalb man hier einem privaten Projekt von vornherein den Vorzug geben will, obwohl wesentliche Argumente nicht zu seinen Gunsten sprechen.

Fazit

Der Standort Schlosskurve schneidet in der Bewertung der verkehrstechnischen Funktion wesentlich besser ab und ist auch aus Gründen des Landschaftsschutzes vorzuziehen. Die Unterschiede sind dabei so markant, dass es für uns außer Zweifel steht, dass der Standort Schlosskurve zu bevorzugen ist.
Die Grüne Ratsfraktion besteht auf eine ausführliche, sachliche Information und einen transparenten Entscheidungsprozess. Hier steht viel auf dem Spiel. Wenn die Südausfahrt nicht zu zusätzlichen Verkehrsproblemen im Stadtzentrum führen soll und wenn es für uns ein Ziel bleibt, Bruneck ein lebendiges, nicht vom Autoverkehr belastetes Stadtzentrum von der Ex-Saatbau bis zur Oberstadt zu ermöglichen, dürfen wir hier keine Fehlentscheidung treffen.

Bruneck, 7. März 2011
Grüne Ratsfraktion

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Parcheggio del Castello: la nostra valutazione dell’ubicazione

E‘ da anni che circola l’idea di realizzare un parcheggio all’aperto o sotterraneo nei pressi della collina su cui si erge il Castello di Brunico. Questo proposito è stato infine inserito nel Piano della mobilità, approvato dal Consiglio comunale nel gennaio del 2008. Nel documento si descrive così la funzione dell'“Autosilo Centro Sud“  (relazione tecnica Dic. 2007):
„Per garantire al traffico proveniente da Sud la possibilità di parcheggiare senza pesare sul centro città, è prevista la costruzione di un parcheggio sotterraneo. (…) L’effetto secondario positivo di questo parcheggio sotterraneo è che assume la funzione di parcheggio di raccolta, ma allo stesso tempo si contraddistingue per la sua vicinanza al centro città“.

La sua funzione principale è quindi quella di raccogliere, prima dell’incrocio della strada per Riscone, il traffico proveniente da Riscone e dall’uscita Sud della circonvallazione diretto verso il centro, altrimenti sorge il pericolo che l’uscita dalla circonvallazione provochi un peggioramento della situazione viaria nella zona del Graben-via Michael Pacher. Per soddisfare questa funzione, il parcheggio deve consentire di raggiungere facilmente i diversi punti del centro città, altrimenti gran parte del traffico si riverserà verso parcheggi più vicini al centro e l’obiettivo del Piano del traffico non verrà raggiunto.

Anche possibili limitazioni del traffico come il divieto di svolta in direzione Graben non saranno efficaci se il parcheggio del Castello non verrà previsto in una zona „attraente“. L’esperienza insegna che le regole del traffico, quando ci sono delle pressioni, vengono sempre modificate anche quando le modifiche contraddicono i Piani.
Così, per esempio, è stata realizzata sul Graben una entrata al garage sotto il Municipio anche se essa era stata esplicitamente esclusa nella fase di progettazione.

Oltre alla posizione del garage sotterraneo, un ruolo importante viene svolto anche dalla progettazione e soprattutto dal suo impatto sul paesaggio, dato che la collina del Castello e i suoi dintorni meritano una particolare attenzione.

La scelta si limita di fatto a due ubicazioni: alla curva a ovest del Castello, dove esiste già un piccolo parcheggio, e sotto il prato a sud-est del Castello stesso.

Curva del Castello

Prato del Castello

L“ architetto Thomas Winkler nella valutazione che lui ha effettuato su incarico dell’Amministrazione comunale, ha escluso tutte le altre possibilità come, per esempio, un parcheggio sotto il Graben; ha poi assegnato al parcheggio alla curva del Castello la valutazione più alta, soprattutto per quanto riguarda la vicinanza al centro città.

Nell’aprile del 2010, il Sindaco si è impegnato con i membri della Commissione traffico a condurre dei colloqui concreti con i proprietari dei terreni delle due possibili soluzioni. Da allora l’amministrazione comunale si è dimostrata attiva però solo a favore del parcheggio sotto il prato del Castello, ha avuto dei colloqui con i proprietari dell’area mentre non ci sono stati dei contatti seri per quanto riguarda il parcheggio alla curva ovest, il cui terreno è di proprietà della frazione centro di Brunico.

Anche nella risposta del Sindaco alle nostre interrogazioni di giugno 2010 e gennaio 2011 è chiaramente evidente che l’amministrazione comunale si è già schierata a favore dell’ubicazione „prato del Castello“ e ignora la seconda soluzione. Questo modo di fare è per noi assolutamente inaccettabile e getta delle ombre sui veri motivi di questa preferenza.

Oltre alla già citata valutazione dell’arch. Winkler ne esiste, dal gennaio del 2011, una dello studio Bergmeister in cui non si favorisce nessuna delle due possibilità ma che contiene un chiaro errore di valutazione, sopravvalutando l’importanza della zona ad est dell’Oberstadt dal punto di vista del traffico.  Una valutazione interna dell’Amministrazione comunale e prese di posizione da parte dell’associazione dei commercianti, di quella turistica e degli albergatori si esprimono a favore della soluzione sotto il prato del Castello. Mancano comunque delle importanti valutazioni da parte di esperti; il Sindaco, nel gennaio 2011, ha affermato che non esistono perizie per quanto riguarda la tutela architettonica, il paesaggio e la geologia.

Il Sindaco ha ripetutamente ribadito che la scelta dell’ubicazione del parcheggio deve costituire „la soluzione migliore per Brunico“, indipendentemente dai proprietari dell’area interessata. Per cercare la soluzione migliore, il Gruppo consiliare verde propone con questo documento una valutazione di entrambe le possibilità. La decisione, secondo noi, non dovrebbe essere assunta senza fondate argomentazioni.

Ubicazione e effetto sul traffico

Per illustrare questo criterio di valutazione fondamentale prendiamo in considerazione le distanze effettive da percorrere a piedi fra i due parcheggi e una serie di punti del centro città.

 

 

Curva del Castello

Prato del Castello

1

Via Centrale, biblioteca civica

190 m

510 m

2

Via Centrale, farmacia

220 m

420 m

3

Via Centrale, porta Rienza

270 m

250 m

4

Ragen di Sopra, colonna mariana

300 m

170 m

5

Graben, Passage Mair

270 m

590 m

6

Graben, porta S. Floriano

270 m

470 m

7

Graben/Passegiata Gross Gerau

380 m

390 m

8

Graben/Piazza Municipio

300 m

640 m

9

Piazza Gilm

320 m

510 m

10

Municipio

390 m

720 m

11

Poste

470 m

780 m

12

Via Stegona, Raiffeisencenter

400 m

620 m

13

Via Duca Sigismondo

390 m

510 m

14

Via Seeber, ponte Walde

500 m

570 m

15

Via Bruder Willram, Museo Civico

350 m

330 m

16

Piazza Cappuccini, Casa Michael Pacher

430 m

420 m

17

Sternhof

500 m

480 m

18

Vicolo dei Frati, distretto sociale

700 m

680 m

19

Casa Ragen

450 m

200 m

20

Cimitero

490 m

310 m

21

Via Michael Pacher, INPS

410 m

820 m

22

Via Roma

440 m

850 m

23

Cinema

300 m

700 m

24

Castello di Brunico

220 m

140 m

I 24 punti

Zone accessibili in 5 minuti di cammino (300 m) dai posteggi. Le aree coperte da entrambe le ubicazioni sono tratteggiate.

Il risultato è indiscutibile , soprattutto se si considera che non tutti i punti si equivalgono. Nel centro storico – via Centrale e Graben non ci sono solo singoli punti di attrazione, qui si concentrano il commercio, i servizi e l’amministrazione. Qui la maggior parte delle persone, di cui una parte considerevole viene da fuori Brunico, si concentra per lavoro, per fare acquisti, commissioni e per trascorrere il tempo libero. Questa zona viene servita molto bene dal parcheggio alla curva del Castello, mentre le distanze fra quello sotto il prato del Castello e la zona bassa della via Centrale e il Graben non sono particolarmente attraenti.

Il parcheggio sotto il prato del Castello è più funzionale alla zona che gravita attorno alla chiesa parrocchiale, zona però che assume un significato relativamente poco importante per il traffico extracomunale. La parrocchia e il cimitero sono frequentati soprattutto da persone della parrocchia di Brunico. Si tratta di una zona essenzialmente abitativa che ha come unica struttura pubblica significativa la Casa Ragen. Ci sono diversi buoni motivi per erigere la scuola di musica in un altro luogo della città ma anche se la scuola rimanesse lì dove si trova attualmente, questa scelta non può giustificare la costruzione di un garage per centinaia di posti macchina in un luogo altrimenti poco funzionale.

Come argomento per sostenere il parcheggio sotto il prato del Castello si usa spesso l’idea della „rivalutazione della Oberstadt“. Non è molto chiaro quello che si vuole intendere, questa zona della città si è nel frattempo qualificata in modo pregevole; come parte tranquilla e attraente della città vecchia, costituisce un’integrazione della Via Centrale e viene apprezzata sia dai turisti che dai residenti. Ci sono locali pubblici ma anche una differenziata offerta merceologica.

La Oberstadt è peraltro raggiungibile tranquillamente a piedi in 5-6 minuti anche dal parcheggio posto alla curva del Castello passando accanto alla chiesa di S.Caterina o attraverso un passaggio sotto la collina del Castello stesso che si snoda in bunker già esistente.

Naturalmente anche per noi rimane un obiettivo la riduzione dei parcheggi di superficie nella zona della Oberstadt e la rivalutazione delle passeggiate lungo il Rienza, ma anche questi obiettivi non giustificano un garage sotto il prato del Castello. Non dimentichiamo poi che questi parcheggi servono principalmente la via Centrale e non l’Oberstadt.

Per contrastare la proposta di un parcheggio alla curva del Castello si afferma che questa struttura „si sovrappone“ al parcheggio sotto il Municipio. Ciò avviene però solo per quanto riguarda il Graben e la parte inferiore della via Centrale; qui si tratta del centro città che deve essere servito in ogni caso da entrambi i parcheggi sotterranei. Oltre a ciò, la funzione del garage sotto il Municipio è quella di captare il traffico proveniente da nord e da ovest, quella del nuovo garage di essere utilizzato dal traffico proveniente da sud e da est. Non si crea quindi concorrenza se si vuole veramente ridurre il traffico nel centro città.

Aleggia poi un certo sospetto che si voglia favorire ora un parcheggio sotto il prato del Castello perché si ha l’intenzione di realizzare in futuro un ulteriore parcheggio direttamente sotto il Graben. Noi rigettiamo con forza una richiesta del genere che contraddice palesemente il Piano del traffico e ogni ragionevole pianificazione viaria. La presenza storica degli alberi sul Graben è assolutamente da tutelare e il Graben stesso non può essere ridotto a una superficie senza più vita come è di solito quella sotto cui si realizza un garage sotterraneo. L‘ arch. Winkler, nella valutazione che abbiamo già citato, rigetta chiaramente questa possibilità anche per i suoi costi.

Impatto sul paesaggio

La collina su cui sorge il Castello di Brunico e le zone immediatamente circostanti costituiscono un ambiente estremamente sensibile da „maneggiare“ con estrema cura. L’ubicazione „prato del Castello“ si trova nelle sue immediate vicinanze: un garage sotterraneo di più piani e il suo accesso costituiscono un intervento molto „pesante“. Anche se la superficie del prato viene ripristinata, il garage modifica significativamente l’aspetto della parte sud-est della collina, il boschetto lungo la via Plan de Corones verrà abbattuto nel corso dei lavori. La costruzione delle entrate e delle uscite, le condotte di areazione e un’uscita di sicurezza non si possono realizzare senza operare un intervento pesante sul paesaggio.

Il parcheggio alla curva del Castello non tocca direttamente la collina e si trova in una zona già caratterizzata dalla presenza di una strada. Anche qui è in ogni caso necessaria una grande sensibilità nel curare il suo inserimento nel paesaggio e la sua progettazione.

Una valutazione definitiva dal punto di vista del paesaggio e della tutela architettonica è comunque possibile solamente quando saranno disponibili i progetti esecutivi che attualmente mancano.

Realizzazione

I due progetti si differenziano molto nella struttura della costruzione. Quello sotto il prato del Castello prevede un garage sotterraneo di più piani, quello alla curva del Castello un parcheggio aperto, illuminato dalla luce del sole. Per motivi estetici la struttura verrà chiusa da una facciata rinverdita in direzione del Castello. I posti macchina aperti sono generalmente meglio accetti dei garage sotterranei e anche questo è un punto a favore del progetto alla curva del Castello.

Una via conduce dal garage sotto il prato del Castello al centro città; da quello alla curva del Castello si irradiano strade di collegamento sotterranee e di superficie che migliorano fra l’altro anche l’accessibilità alla stessa collina del Castello per mezzo, per esempio, di un ascensore che potrebbe così collegare in modo ottimale il Castello con il centro città.

Finanziamento

Per realizzare il garage sotto il prato del Castello secondo le informazioni disponibili esiste un piano di finanziamento. I privati che lo intendono realizzare dovrebbero finanziare la costruzione con la vendita di posti macchina e mettendo a disposizione del Comune dei parcheggi pubblici. L’amministrazione comunale non si è finora interessata di come possa essere finanziato il parcheggio alla curva del Castello e non ci è chiaro perché in quel caso non possa essere possibile trovare una soluzione: la zona è più attraente e il terreno è di proprietà pubblica. C’è piuttosto da chiederci perché si privilegi un progetto privato nonostante gli argomenti non depongano a suo favore.

Conclusioni

La valutazione „curva del Castello“ dal punto di vista tecnico-viaria è sicuramente migliore e è da privilegiare anche dal punto di vista della tutela del paesaggio. Le differenze fra i due progetti sono così evidenti che per noi l’ubicazione „curva del Castello“ è senza ombra di dubbio la soluzione da sostenere.

Il Gruppo verde insiste nel chiedere all’amministrazione comunale una informazione esauriente e obiettiva nonché un processo decisionale improntato alla trasparenza. In gioco c’è molto! Non possiamo assumere una decisione sbagliata se non vogliamo che l’uscita dalla circonvallazione sud provochi ulteriori problemi di traffico in centro e se vogliamo sinceramente una città vivace e non assediata dal traffico automobilistico dall’attuale piazzale delle autocorriere fino all’Oberstadt.

Brunico, 7 marzo 2011
Gruppo consiliare Verde

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Ein Kommentar zu “Schlossgarage: unsere Standortbewertung • Parcheggio del Castello: la nostra valutazione

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