50-Jahr-Feier Kronplatz Seilbahn AG und Einweihung „Ried“ • Cinquantenario Funivia Plan de Corones S.p.A. e inaugurazione „Ried“

Bei aller Anerkennung für 50 erfolgreiche Jahre und für die große Bedeutung, die dem Kronplatz im Wirtschaftsgefüge Brunecks und des Pustertals zukommt – die Selbstbeweihräucherung, die speziell durch die politischen Vertreter anlässlich der 50-Jahr-Feier am 26. Jänner zu vernehmen war, geht uns doch etwas zu weit.

Das am selben Tag offiziell eingeweihte „Ried“-Projekt jedenfalls ist kein Ruhmesblatt, weder für die Kronplatz Seilbahn AG noch für die Politik auf Gemeinde- und Landesebene. Das Genehmigungsverfahren, das unter mehrfacher Verletzung der eigenen gesetzlichen Bestimmungen durchgezogen wurde, die Sabotage der Volksbefragung und die Verweigerung jeder ernsthaften Diskussion um Alternativen haben den Kronplatz vielmehr zur demokratiefreien Zone gemacht. So etwas auch noch als „Rekordleistung“ zu feiern, ist eine Verhöhnung aller Bürgerinnen und Bürger, die sich aus guten Gründen gegen dieses Projekt engagiert haben.

„Ried“ ist nunmehr eine Realität. Eine wirkliche Verkehrslösung sähe anders aus, war aber politisch von Anfang an nicht gewünscht. Die Ergebnisse sind bislang äußerst bescheiden, was uns wenig überrascht. Damit das Projekt einen zumindest wahrnehmbaren Effekt auf die Verkehrssituation hat, müssen auch die versprochenen Begleitmaßnahmen umgesetzt werden, mit denen man sich offensichtlich wesentlich schwerer tut als mit dem Verbauen von Berghängen:

  • Lückenlose Parkraumbewirtschaftung an der Reischacher Talstation und Reduzierung der Parkplätze auf die Flächen, die effektiv als Parkplatz ausgewiesen sind;
  • Kein Großparkplatz in Percha.

Für den Bahnbetrieb bringt „Ried“ bislang erhebliche Zusatzkosten, aber angesichts der lächerlich niedrigen Touristentarife keine nennenswerten Zusatzeinnahmen. Offensichtlich hört hier die wirtschaftliche Logik nach wie vor bei der Talstation auf. Wenn die Eisenbahn schon Teil des Skibetriebs sein soll, ist sie von diesem auch entsprechend mitzufinanzieren.

Eine positive Umweltbilanz wird das Projekt „Ried“ schon aufgrund des zusätzlichen Ressourcenaufwands nie erreichen können. In diesem Zusammenhang Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ zu gebrauchen, ist deplatziert. Es geht in nächster Zeit vor allem darum, die negativen Auswirkungen des Skibetriebs zu mindern.

29.01.2013
Grüne Ratsfraktion

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Cinquantenario Funivia Plan de Corones S.p.A. e inaugurazione „Ried“

Con tutto il riconoscimento per 50 anni di successi e per la grande importanza del Plan de Corones nel tessuto economico di Brunico e della Val Pusteria – l’autoincensamento esibito in occasione della festa del cinquantenario il 26 gennaio, in special modo da parte dei rappresentanti politici, ci pare francamente eccessivo.

Il progetto “Ried”, ufficialmente inaugurato nella stessa giornata, non è certo una pagina gloriosa, né per la Funivia Plan de Corones S.p.A né per la politica a livello comunale e provinciale. L’iter di approvazione, tirato avanti infrangendo ripetutamente la propria legislazione, il sabotaggio del referendum e il rifiuto di ogni discussione seria sulle alternative hanno trasformato il Plan de Corones in una zona a democrazia zero. Celebrare quanto è successo come una “prestazione da record” è una beffa a tutte le cittadine e i cittadini che per buoni motivi si sono impegnati contro questo progetto.

“Ried” è ormai una realtà. Una vera soluzione trasportistica sarebbe una cosa diversa, ma non era politicamente voluta fin dal principio. I risultati sono finora alquanto modesti, un fatto che non ci sorprende. Per avere almeno un effetto percepibile sulla situazione del traffico, vanno ora realizzate anche le misure di accompagnamento, con le quali a quanto pare si trovano molte più difficoltà che non per stravolgere un intero versante della montagna:

  •  Parcheggio a pagamento senza scappatoie alla stazione a valle di Riscone e riduzione del parcheggio alle aree effettivamente previste a tale scopo;
  • Nessun grande parcheggio a Perca.

Per la ferrovia “Ried” finora produce notevoli costi aggiuntivi, ma in seguito alle ridicole tariffe turistiche l’aumento delle entrate non è degno di nota. Evidentemente qui la logica economica continua a fermarsi alla stazione a valle. Se la ferrovia deve essere parte dell’offerta sciistica, va anche cofinanziata in modo adeguato.

Un bilancio ambientale positivo in ogni caso non può essere raggiunto da questo progetto, considerando il maggiore consumo di risorse che comporta. Usare termini come “sostenibilità” in questo ambito è fuori luogo. Negli anni a venire si tratta principalmente di ridurre gli effetti negativi dell’attività sciistica.

29/01/2013
Gruppo consiliare Verde

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