Eisstadion: Positionspapier Grüne/Bürgerliste zum Grundsatzbeschluss • Stadio del ghiaccio: posizione Verdi/Lista Civica sulla delibera di massima

Vorausgeschickt:

  • Wir anerkennen die Leistungen des HC Bruneck/Pustertal für den Hockeysport und die damit verbundene Vereins- und Jugendarbeit.
  • Wir sind uns der teils sehr schlechten Bedingungen bewusst, unter denen diese Arbeit von vielen Freiwilligen und der Sport von den Aktiven ausgeübt werden. Sie bedürfen einer Lösung.
  • Wir haben Kenntnis von der langen Tradition des Vereins und wissen um die verschiedenen, letztlich oft nicht zielführenden Maßnahmen, mit denen man immer wieder versucht hat, auf die Probleme um das Eisstadion zu reagieren.
  • Es war uns bewusst, dass das Problem Eisstadion demnächst auf der politischen Tagesordnung stehen würde. Wir wurden jedoch von der Eile und der Dynamik der letzten Entwicklungen um einen eventuellen Stadionneubau vollkommen überrascht. Wir sind, wie nachfolgend begründet, der Meinung, dass das Problem schlichtweg zu komplex ist, um in dieser Plötzlichkeit eine annehmbare und gute Entscheidung treffen zu können. Dies gilt wahrscheinlich nicht nur für uns. Die eilige Terminwahl für diesen Grundsatzbeschluss ist nur nachvollziehbar, wenn man die Angelegenheit als Teil der Wahlkampfstrategie des Bürgermeisters und Teilen der SVP sieht.

Grundlegende Fragen zum Stadionneubau:

  1. Warum haben die Brunecker Stadtverwaltung und bestimmende Sportfunktionäre nicht vor der Realisierung einer aus unserer Sicht vollkommen überteuerten Kletterhalle auf den Bau des neuen Eisstadions gedrängt, wo doch die umfassende Problematik um das Eisstadion offensichtlich allen bewusst war?
    Die Finanzierung beider Vorhaben in der veranschlagten Dimension erscheint auch in Anbetracht der aktuellen Wirtschaftskrise, wo immer wieder von Einsparungen und Unfinanzierbarkeit wichtiger Vorhaben gesprochen wird, vielen Bürgern zu Recht als vollkommen überzogen.
  2. Warum sind viele wichtige Vorhaben, wie z.B. die Nordringverlegung, der Südast der Südausfahrt, die Tiefgarage an der aus unserer Sicht richtigen Stelle, die Kindergärten in Stegen und St. Georgen nicht finanzierbar, das besagte Vorhaben aber schon?
    Hier ist eine transparente und ausführliche Diskussion im Gemeinderat zur Erstellung einer verbindlichen Prioritätenliste, unter Einbeziehung der Bürger, von größter Wichtigkeit!
  3. Wir müssen uns bei unseren Überlegungen auf eine von einem anonymen Team erstellte Projektstudie verlassen, die wir weder angemessen begutachten konnten, noch uns ausreichend begründet wurde. Es fehlt uns also die Voraussetzung, die Angemessenheit der veranschlagten Baukosten von 15.000.000 € einzuschätzen.
    3000 Sitzplätze mögen beispielsweise in guten Zeiten bei Spitzenspielen zu besetzen sein – was geschieht aber, wenn aus durchaus vorstellbaren Gründen, wie schon gehabt, die Anzahl der Fans stark zurückgeht? Was geschieht, wenn sich auch bei uns keine Sponsoren zum Erhalt einer Serie-A-Mannschaft mehr finden, kurz, wenn die Dimension des Stadions ihre jetzigen Rechtfertigungen verliert?
  4. Wäre es angesichts der geänderten Rahmenbedingungen nicht vielleicht doch besser, auch durch die vorangegangenen Fragestellungen begründet, einer Sanierung des bestehenden Stadions den Vorzug zu geben? Wurde diese finanziell günstigere Option wirklich mit gleicher Unvoreingenommenheit wie ein Neubau geprüft? Aber auch für eine angemessene Prüfung dieser Option, bzw. der dazu erstellen Kostenschätzung, hatten wir nicht ausreichend Zeit.

Zum Finanzierungsplan:

  • In die angedachte Finanzierung des Stadions sind bis zu fünf Urbanistikdeals und Bauzonen einbezogen. Die Zone Am Alping in St. Georgen, die besonders heikle Zone am Aschgut in Dietenheim, die Zone des jetzigen Eisstadions, evtl. und bis zu einem gewissen Punkt die Zone Moesmer (dazu weiter unten) und natürlich die Fläche des neuen Eisstadions.
  • Diese (und weitere Raumordnungsverträge aus anderen Projekten) bringen eine kaum begründete und wenig überschaubare Stadtentwicklung mit sich, die endlich grundlegender Analysen und Überlegungen bedarf, wie sie hoffentlich im Zuge der kommenden Bauleitplanerstellung nachvollziehbar gemacht werden. Wie hoch ist der vertretbare Wohnungsbedarf? Wie schaut es mit der diesbezüglichen Verkehrsentwicklung aus? Sind die Verbauung der besagten Areale und die damit einhergehende Stadtentwicklung durch einen Neubau eines Eishockeystadions gerechtfertigt?
  • Jedenfalls ist es für uns undenkbar, die Zone Bruneck Ost ohne die Lösung des dort bestehenden Verkehrsproblems baulich weiter zu verdichten. Sollte an Stelle des bestehenden Eisstadions Wohnbauten errichtet werden, ist eine neue Zufahrt Bruneck Ost unbedingt erforderlich.Wie inoffiziell in Erfahrung zu bringen war, wird für deren Finanzierung die Gewährung von Baurechten an die Firma Moessmer angedacht – indirekt ein weiterer Urbanistikdeal und weitere Wohnungen im Schlepptau eines neuen Eisstadions.
  • 3 Millionen Euro sollen aus dem Schulbauprogramm bezuschusst werden. Es stellt sich uns die Frage, wie sich der Bau des Eisstadions mit diesem Programm in Zusammenhang bringen lässt, zumal auch schon die Kletterhalle aus dieser Richtung finanziert wird und Brunecks Schulen andere bauliche und sonstige Bedürfnisse haben als die angedachte Zwangsbeglückung. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten empfinden wir umso mehr die Verantwortung, auch Landesgelder als unser aller Steuergelder anzusehen! Keinesfalls sind sie jedoch Teil der Wahlkampfkasse der SVP oder einer anderen Partei.
  • Die Sorge, dass sich der Erhalt all unserer öffentlichen Strukturen mit der Zeit als unfinanzierbar erweist und wir uns diesbezüglich in eine unnötige Zwangslage manövrieren, ist angesichts der Wirtschaftsprognosen nicht unbegründet.

Schlussfolgerung:

Unter Berücksichtigung all der oben angeführten Feststellungen, Überlegungen und Fragen ist es den Grünen und der Bürgerliste uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, dem Grundsatzbeschluss zuzustimmen.

Bruneck, 30.09.2013
Ratsfraktionen der Grünen und der Bürgerliste Bruneck

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Stadio del ghiaccio: posizione Verdi e Lista Civica sulla delibera di massima

Premesso:

  • Riconosciamo i meriti dell’HC Brunico/Val Pusteria per lo sport e il suo grande impegno a favore dell’associazione e dei giovani.
  • Siamo consapevoli delle condizioni in parte pessime sotto le quali le attività sono svolte da molti volontari e giocatori. È più che mai urgente trovare una soluzione.
  • Sappiamo della lunga tradizione dell’associazione e siamo a conoscenza delle molte misure prese nel corso degli anni per ovviare ai problemi dello stadio del ghiaccio, interventi spesso inadeguati.
  • Era chiaro che il problema dello stadio del ghiaccio doveva comparire sull’agenda politica a breve. Siamo rimasti tuttavia sorpresi dalla fretta e dalla dinamica degli ultimi sviluppi riguardo un’eventuale nuovo stadio. Riteniamo, come motiveremo di seguito, che il tema sia semplicemente troppo complesso per poter prendere una decisione accettabile e ragionata con questa rapidità. Probabilmente non vale solo per noi. La fretta nel portare questa delibera all’ordine del giorno è comprensibile solo se la si intende come parte della strategia elettorale del Sindaco e di parte dell’SVP.

Questioni di fondo sul nuovo stadio:

  1. Perché amministrazione comunale e funzionari sportivi non sono intervenuti dopo la decisione di costruire la palestra di arrampicata, a nostro avviso assolutamente troppo costosa, chiedendo invece i fondi per la costruzione del nuovo stadio del ghiaccio, visto che la problematica è da molto tempo nota a tutti?
    Il finanziamento di entrambi i progetti nella dimensione proposta appare, vista anche la crisi economica che determina difficoltà di finanziamento per molti progetti importanti, assolutamente eccessiva agli occhi di molti cittadini.
  2. Perché molti progetti importanti, come lo spostamento dell’Anello Nord, il ramo di Riscone dell’uscita sud, il parcheggio del castello nel luogo corretto dal nostro punto di vista, le scuole dell’infanzia di Stegona e S. Giorgio, non sono finanziabili, ma lo stadio sì?
    Occorre assolutamente una discussione trasparente ed approfondita nel Consiglio comunale per fissare un ordine di priorità vincolante, coinvolgendo anche cittadine e cittadini nella decisone.
  3. Nelle nostre riflessioni dobbiamo fare affidamento su uno studio di progetto elaborato da un gruppo anonimo, che non abbiamo avuto modo di approfondire e che non è stato sufficientemente motivato. Mancano quindi i presupposti per valutare se i 15 milioni di euro preventivati siano adeguati.
    3000 posti a sedere possono servire forse per giochi di punta in periodi molto favorevoli – cosa succede però se, per motivi senz’altro immaginabili, il numero di spettatori si riduce notevolmente, come è già successo? Cosa succede se non troviamo più gli sponsor necessari per mantenere una squadra di serie A? Se le dimensioni dello stadio non saranno quindi più giustificate?
  4. Viste le mutate condizioni generali, non sarebbe forse preferibile, anche in seguito alle questioni elencate, dare la precedenza al risanamento dello stadio esistente? Questa opzione, più economica, è veramente stata verificata senza preconcetti? Ma in ogni caso anche per valutare adeguatamente questa opzione e i rispettivi costi ci è mancato il tempo.

Sul piano di finanziamento:

  • Nel finanziamento sono coinvolti fino a cinque convenzioni urbanistiche che comportano altrettante zone edificabili. La zona Alping di S. Giorgio, la zona Aschgut a Teodone, particolarmente delicata, la zona dell’attuale stadio del ghiaccio e in una certa misura anche la zona Moessmer (vedi più avanti) – e naturalmente la zona del nuovo stadio.
  • Questa (e altre convenzioni urbanistiche riguardanti altri progetti) comportano uno sviluppo urbanistico non coordinato e poco ragionato. Servono finalmente delle analisi approfondite, come verranno auspicabilmente svolte nell’ambito della stesura del nuovo piano urbanistico. Qual è il fabbisogno ragionevole di nuove case? Quali effetti ci sono sul traffico? Tutte queste nuove costruzioni e lo sviluppo urbano risultante sono giustificabili come contropartita per un nuovo stadio del ghiaccio?
  • È per noi comunque impensabile estendere ulteriormente l’edificazione nella zona est di Brunico senza risolvere prima il problema della viabilità. Se nella zona dell’attuale stadio del ghiaccio si dovessero costruire nuove abitazioni, è indispensabile realizzare un nuovo accesso alla zona. Secondo informazioni non ufficiali, si ipotizza finanziare la nuova rampa d’accesso concedendo diritti di edificazione alla ditta Moessmer – altra cubatura indirettamente connessa al nuovo stadio.
  • 3 milioni di euro dovrebbero arrivare dal fondo per l’edilizia scolastica. Si pone per noi la domanda come si possa giustificare questa combinazione, essendo già la palestra di arrampicata finanziata in questo modo e tenendo conto che le scuole di Brunico hanno altre necessità edilizie e non. In tempi di difficoltà economiche dobbiamo più che mai mostrare responsabilità anche nel richiedere fondi provinciali, che sono soldi di tutti i contribuenti. Non possono comunque essere utilizzati per favorire la campagna elettorale dell’SVP o di qualsiasi altro partito.
  • La preoccupazione di non riuscire a finanziare in futuro la manutenzione di tutte le nostre strutture pubbliche è tutt’altro che infondata, viste anche le prospettive generali.

Considerato tutto questo, Verdi e Lista Civica in questo momento non vedono possibilità di votare a favore della delibera di massima.

Brunico, 30/09/2013
Gruppi consiliari dei Verdi e della Lista Civica di Brunico

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