Tourismusstrategien

dachIn Sexten beschwert man sich, zu viel im Sommertourismus zu verdienen. Man hätte lieber mehr Wintertouristen, die mehr ausgeben und denen es eher wurscht ist, wenn man zwischenzeitlich ein wenig die Landschaft ramponiert.

Bei der SMG ist man besorgt, weil wir bei unseren Nachbarregionen dermaßen beliebt sind, dass 90% der Nächtigungen aus dem deutsch- und italienischsprachigen Raum kommen. Man hätte lieber mehr Gäste von weit weg, die mehr ausgeben und denen es eher wurscht ist, in welche Weltgegend sie gerade fliegen. Zwecks Hin- und Herfliegens wünscht man natürlich auch, dass die Belebungsversuche an einem der lächerlichsten Provinzflughäfen des Kontinents ohne Rücksicht auf Verluste fortgesetzt werden.

Wir wollen also einen Tourismus, der mehr Ressourcen verbraucht, mehr CO2 emittiert und sich weniger um Land und Leute schert. Klimaland? Auch wurscht.

Da kann ich nur empfehlen, weiter fleißig solche Meldungen in die Welt zu schicken. Dann dürfte sich zumindest das mit den exzessiven Sympathiewerten in den Griff bekommen lassen.

Hanspeter Niederkofler

Leserbrief, 29.07.2014

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