Leserbrief: Antennen und Hosenscheißer

mobilfunkoder: cà nisciun è fess – zum Kommentar in „Pustertaler Zeitung“ 09/2015

Die Idee, der Opposition die Nachverhandlungen bezüglich Vodafone-Antenne hinüberschieben zu wollen, ist auf gut Südtirolerisch eine „furbata“ (es böten sich auch andere Begriffe mit derselben Endung an, auf die ich hier verzichten möchte). Allzu durchsichtig, allerdings. Welche Figur gibt eine Gemeinde ab, die dem Bürgermeister und dem zuständigen Stadtrat sozusagen das Mandat entzieht und ein paar einfache Gemeinderäte zur Vodafone schickt? Was die sich wohl denken würden? Und sagen wir einmal, es klappte dummerweise auch noch und Vodafone gäbe nach, wie stünde da der Bürgermeister da? Aber klar, das ist vollkommen undenkbar, deswegen hat sich die Ratsminderheit auch nicht auf dieses lächerliche Spielchen eingelassen.

Es stimmt, dass laut Satzung einzelne Gemeinderäte mit besonderen Aufgaben betraut werden können, auch Räte der Minderheit. Bezeichnenderweise ist es der Mehrheit bisher aber noch nie eingefallen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Kurz: Wir sind nicht blöd, Herr Weger, und die Hosenscheißerei ist politisch woanders daheim.

02.05.2015
Hanspeter Niederkofler
Sprecher Grüne Ratsfraktion

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