Landtagsanfrage: Wie gestaltet sich die Zukunft des AVS-Wäldchens in Dietenheim/Bruneck?

Aschgut früher

Aschgut früher

Das sog. AVS-Wäldchen in Dietenheim/Bruneck ist seit bald 100 Jahren Teil eines Ensembles von Natur und reizvollen Bauten: Der letzthin vorgenommene bauliche Eingriff am angrenzenden Hang zwischen Waldweg und Hebenstreitstraße aber hat das äußere Dorfbild nicht nur entscheidend verändert, sondern auch ein mit dem Wäldchen seit Jahrzehnten bestehendes Ensemble rund um das Aschgut zerstört.

Eine nunmehr geplante, bisher nur vage angedeutete „Verjüngung“ des Wäldchens, lässt wenig Gutes erwarten. Der dort angelegte, historische AVS-Lärchenwald in Dietenheim ist bereits jetzt ein schütteres, ungepflegtes Gehölz, aus dem laufend Lärchen entfernt werden/wurden, wo mit Plastikfolien bedeckte Holzstapel den Waldboden „verzieren“ und dem nun offenbar eine Radikalkur bevor steht. Bald sollen die alten Lärchen fallen und angeblich einer Neubepflanzung weichen. Zwar ist den Anwohnern klar, dass die zuständigen Behörden den Waldbestand auf seinen Zustand hin prüfen müssen, um etwaige morsche oder kranke Bäume zu entfernen. Aber ist hierzu wirklich eine Radikalkur unvermeidbar, die in kurzer Frist den gesamten Bestand abrasiert?

Aschgut heute

Aschgut heute

So ist zu fragen, warum der Eingriff gerade jetzt erfolgen soll und in dem geplanten Ausmaß. Zudem hat die geplante Abholzung gewiss negative Auswirkungen auf das Mikroklima, denn:

  • Tatsache ist, dass bereits jetzt die Klimaerwärmung und die massive Verbauung den seit jeher trockenen, heißen Hang im Sommer noch weiter aufheizen.
  • Zudem ist bei einer Abholzung der alten Bäume eine bisher windgeschützte Gegend den Winden, besonders dem Nordwind, frei ausgesetzt. Der bestehende alte Wald hat die negativen Auswirkungen seit jeher verhindert, abgeschwächt und im Lauf der Jahre das Wohlbefinden von Mensch und Tier immer gesteigert.

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Bruneck: Eisstadion und Folgen • Brunico: stadio del ghiaccio e conseguenze

www.gemeinde.bruneck.bz.it

Nach jahrzehntelanger Diskussion und wiederholten Eingriffen am alten Standort fasste der Gemeinderat im Herbst 2013, kurz vor den Landtagswahlen, mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Eisstadions. Das Siegerprojekt wurde kürzlich vorgestellt. Ein Neubau stand lange schon zur Diskussion, die Schulzone ist dafür ein geeigneter Standort – nur: was kostet diese große Lösung und welche Folgen hat sie?

Bereits die Beschaffung des Grundes durch die Gemeinde hatte ihren Preis. Dafür wurden zwei Raumordnungsverträge abgeschlossen und die Einnahmen eines dritten Raumordnungsvertrags verwendet. Folgen sind u. a. eine Wohnbauzone in St. Georgen und das sehr problematische Wohnbauprojekt „Aschgut“ in Dietenheim.

Über die Dimensionen des Projekts wurde nicht breiter diskutiert, als Baukosten wurden 15 Millionen Euro festgelegt. Davon gehen 8 Millionen über das Land (Schulbau, Sportstätten, CONI, Rotationsfond) und 7 Millionen zu Lasten der Gemeinde, davon sind 4,5 Millionen im Gemeindehaushalt aufzubringen (inkl. Rotationsfond) und 2,5 Millionen soll das Grundstück des alten Eisstadions bringen. Samt Grund kommt das Projekt auf 18,75 Millionen, davon 10,75 Millionen zu Lasten der Gemeinde, das sind 670 Euro pro Einwohner/in. Weiterlesen