Bruneck: Eisstadion und Folgen • Brunico: stadio del ghiaccio e conseguenze

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Nach jahrzehntelanger Diskussion und wiederholten Eingriffen am alten Standort fasste der Gemeinderat im Herbst 2013, kurz vor den Landtagswahlen, mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Eisstadions. Das Siegerprojekt wurde kürzlich vorgestellt. Ein Neubau stand lange schon zur Diskussion, die Schulzone ist dafür ein geeigneter Standort – nur: was kostet diese große Lösung und welche Folgen hat sie?

Bereits die Beschaffung des Grundes durch die Gemeinde hatte ihren Preis. Dafür wurden zwei Raumordnungsverträge abgeschlossen und die Einnahmen eines dritten Raumordnungsvertrags verwendet. Folgen sind u. a. eine Wohnbauzone in St. Georgen und das sehr problematische Wohnbauprojekt „Aschgut“ in Dietenheim.

Über die Dimensionen des Projekts wurde nicht breiter diskutiert, als Baukosten wurden 15 Millionen Euro festgelegt. Davon gehen 8 Millionen über das Land (Schulbau, Sportstätten, CONI, Rotationsfond) und 7 Millionen zu Lasten der Gemeinde, davon sind 4,5 Millionen im Gemeindehaushalt aufzubringen (inkl. Rotationsfond) und 2,5 Millionen soll das Grundstück des alten Eisstadions bringen. Samt Grund kommt das Projekt auf 18,75 Millionen, davon 10,75 Millionen zu Lasten der Gemeinde, das sind 670 Euro pro Einwohner/in. Weiterlesen

Brunecks neues Eisstadion und was es kostet

Areal neues Eisstadion

Nach Jahrzehnten des teuren Wurschtelns am bestehenden Eisstadion hat der Brunecker Gemeinderat am 30. September 2013 mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Stadions gefasst. Es traf sich zufällig, dass im Oktober desselben Jahres Landtagswahlen waren, und ebenso wollte es der Zufall, dass der damalige Bürgermeister Tschurtschenthaler auf der SVP-Liste stand.

Nun fand sich also mit Unterstützung der auslaufenden Landesregierung plötzlich die große Lösung: eine neue Anlage in der Schulzone, die allen Bedürfnissen gerecht werden soll. Ein schönes, neues Eisstadion an einem geeigneteren Ort sollte eigentlich alle zufrieden stellen. Das ausgewählte Projekt wurde kürzlich präsentiert. Nur, was kostet es, und was sind die Folgen, finanziell und urbanistisch?

Zunächst musste ein geeigneter Grund beschafft werden. Dazu schloss die Gemeinde schon im Vorfeld zwei Raumordnungsverträge ab. Der Preis war eine Bauzone im Bereich Alping in St. Georgen, die sehr problematische Wohnbauzone Aschgut in Dietenheim sowie 1,8 Millionen Euro, die über einen anderen Raumordnungsvertrag beschafft wurden und ansonsten in die Gemeindekasse geflossen wären. Der Wert des Grundes, auf dem das neue Eisstadion entstehen soll, ist im Grundsatzbeschluss mit 3,75 Millionen Euro beziffert, eingebracht von der Gemeinde. Zusätzlich wurden dabei Flächen erworben, deren künftige Nutzung noch unklar ist.

Der Stadionbau soll 15 Millionen kosten. Weiterlesen

Standort Musikschule: Fehlender Weitblick • Scuola di musica: manca la lungimiranza

Die Arbeitsgruppe „Musikschule“ hat sich in der Sitzung am 18. Mai mehrheitlich für die Errichtung eines Neubaus neben dem Ragenhaus, d. h. für die Erweiterung der Musikschule am bestehenden Standort, ausgesprochen. Der Gemeinderat soll am 6. Juni über diese Frage entscheiden. Die Grünen sprechen sich klar gegen diese Lösung aus, dieser Standort ist in mehrerer Hinsicht sehr problematisch und die Argumente dafür sind nicht stichhaltig.

  • Die Musikschule ist eine übergemeindliche Einrichtung, schon jetzt  kommt knapp die Hälfte der Schülerinnen und Schüler aus anderen Gemeinden. Der Standort Ragenhaus ist aber nur vom Stadtgebiet aus gut  zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Citybus erreichbar. Von den Fraktionen und den umliegenden Gemeinden gibt es keine angemessenen Verbindungen, die Haltestellen sind 500-800 Meter entfernt, der Bahnhof 1,3 km. Die Folge ist ein verstärkter PKW-Verkehr vor allem in der Stuck- und Willramstraße, am Rienzufer und in der Sternbachstraße und eine Verschärfung der bestehenden Verkehrsproblematik in den östlichen Wohnvierteln Brunecks. Das Gebiet östlich der Oberstadt eignet sich für örtliche, aber nicht für überörtliche öffentliche Einrichtungen, eine weit blickende Raumplanung sollte solch wichtige Standortfragen entsprechend entscheiden.
  • Die Nähe zum Friedhof ist sehr problematisch. Der Neubau schränkt die künftige Erweiterungsmöglichkeit des Friedhofs ein. Auch wenn die betroffene Fläche nicht sehr groß ist und alleine sicherlich nicht die Problematik künftiger Bestattungsflächen löst, so ist es doch sehr kurzsichtig, von vornherein auf verfügbare Flächen zu verzichten. Unmittelbar an den Friedhof angrenzende Flächen zu verbauen ist eine Leichtfertigkeit, die nachfolgende Verwaltungen einmal bedauern könnten. Außerdem ist auch ein gewisser Respektabstand wünschenswert, der Neubau käme auf nur 3 Meter Abstand zur Friedhofsmauer zu stehen.
  • Generell ist der historisch und architektonisch sehr wertvolle Bereich um das Ragenhaus ein sehr schwieriger baulicher Kontext. Die vielen Einschränkungen ermöglichen keine wirklich attraktive Lösung, auch auf künftig mögliche neue Erfordernisse kann schwer eingegangen werden. Weiterlesen

Schottergrube Bruneck Ost: nochmals verlängern?

In der Gemeinderatssitzung am 23. August wurde über ein Gutachten der Gemeinde zur Verlängerung der Abbaugenehmigung der Firma Ploner für die Schottergrube „Nordring“ in Bruneck Ost – Nähe Bocciahalle abgestimmt.

Bezüglich dieser Grube waren die Abmachungen seit langem klar: keine Verlängerung nach August 2010. Das wäre auch gesetzlich gar nicht möglich gewesen, wenn nicht eine der üblichen ad-hoc-Bestimmungen des jüngsten „Omnibus“-Gesetzes des Landes doch eine weitere Verlängerung um 3 Jahre ermöglicht hätte.  Der Bürgermeister und die Mehrheit des Ausschusses haben sich dennoch für eine Verlängerung ausgesprochen, mit Auflagen zwar, aber die ins Feld geführten Begründungen sind u. E. nicht stichhaltig. Die Schottergrube liegt an einer ungünstigen Stelle, viel zu nahe am Wohngebiet, und für Ausnahmeregelungen ist die Zeit definitiv abgelaufen.Die Grünen haben deshalb gegen dieses Gutachten gestimmt, an das die Landesregierung im übrigen nicht gebunden ist. Auf Seiten der Ratsmehrheit gab es zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung, die Mehrheit für den Beschluss wurde durch vier Jastimmen aus der Minderheit gesichert (3 Freiheitliche und 1 PD).

25.08.2010
Grüne Ratsfraktion
Hanspeter Niederkofler

Anfrage: Neugestaltung Kererstraße • Interrogazione: risistemazione via Kerer

Die Grüne Ratsfraktion wünscht zu erfahren, aus welchem Grund in der J.-Kerer-Straße wenige Wochen nach Abschluss der Arbeiten zur Neugestaltung der gesamten Straße die Gehsteige neu angelegt werden müssen.

Sie wünscht weiters zu erfahren, wie hoch die Kosten für diese neuen Arbeiten sind und wer diese Kosten trägt.

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Il Gruppo consiliare verde chiede di sapere perché in via J. Kerer debbano essere rifatti i marciapiedi dopo poche settimane dalla conclusione dei lavori di rifacimento dell’intera strada.

Chiede inoltre di sapere a quanto ammontano i costi di questi nuovi lavori e chi se ne farà carico. Weiterlesen

Anfrage: Schotterabbau Bruneck Ost • Interrogazione: cava di ghiaia Brunico est

In einem Brief, den zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der östlichen Wohngebiete der Stadt am 14.04.2008 an den Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeindeausschusses gerichtet haben, wird darauf hingewiesen, dass von der Firma Ploner in der Grube „Nordring“ die Verhaltensvorschriften nicht eingehalten werden und es in der Folge zu Lärm- und Staubbelastung kommt. Im selben Brief beziehen sich die Unterzeichnenden auf ein Schreiben an den Bürgermeister vom 19.11.2007 mit demselben Inhalt. Weiterlesen

Anfrage: Bodenschwellen Neurathweg • Interrogazione: dossi stradali in via Neurath

Vorausgeschickt, dass die Gemeindeverwaltung mehrfach ihre Absicht bekundet hat, die Oberflächengestaltung der Straßen in Abstimmung mit den Anrainerinnen und Anrainern durchzuführen,

ersucht die Grüne Ratsfraktion den Bürgermeister um Auskunft darüber,

warum in der Neurathstraße die vorhandenen Bodenschwellen drastisch reduziert wurden, womit sie ihre Funktion, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren, fast vollständig eingebüßt haben, ohne dass dies vorher mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Straße abgesprochen wurde. Weiterlesen