Landtagsanfrage: Wie gestaltet sich die Zukunft des AVS-Wäldchens in Dietenheim/Bruneck?

Aschgut früher

Aschgut früher

Das sog. AVS-Wäldchen in Dietenheim/Bruneck ist seit bald 100 Jahren Teil eines Ensembles von Natur und reizvollen Bauten: Der letzthin vorgenommene bauliche Eingriff am angrenzenden Hang zwischen Waldweg und Hebenstreitstraße aber hat das äußere Dorfbild nicht nur entscheidend verändert, sondern auch ein mit dem Wäldchen seit Jahrzehnten bestehendes Ensemble rund um das Aschgut zerstört.

Eine nunmehr geplante, bisher nur vage angedeutete „Verjüngung“ des Wäldchens, lässt wenig Gutes erwarten. Der dort angelegte, historische AVS-Lärchenwald in Dietenheim ist bereits jetzt ein schütteres, ungepflegtes Gehölz, aus dem laufend Lärchen entfernt werden/wurden, wo mit Plastikfolien bedeckte Holzstapel den Waldboden „verzieren“ und dem nun offenbar eine Radikalkur bevor steht. Bald sollen die alten Lärchen fallen und angeblich einer Neubepflanzung weichen. Zwar ist den Anwohnern klar, dass die zuständigen Behörden den Waldbestand auf seinen Zustand hin prüfen müssen, um etwaige morsche oder kranke Bäume zu entfernen. Aber ist hierzu wirklich eine Radikalkur unvermeidbar, die in kurzer Frist den gesamten Bestand abrasiert?

Aschgut heute

Aschgut heute

So ist zu fragen, warum der Eingriff gerade jetzt erfolgen soll und in dem geplanten Ausmaß. Zudem hat die geplante Abholzung gewiss negative Auswirkungen auf das Mikroklima, denn:

  • Tatsache ist, dass bereits jetzt die Klimaerwärmung und die massive Verbauung den seit jeher trockenen, heißen Hang im Sommer noch weiter aufheizen.
  • Zudem ist bei einer Abholzung der alten Bäume eine bisher windgeschützte Gegend den Winden, besonders dem Nordwind, frei ausgesetzt. Der bestehende alte Wald hat die negativen Auswirkungen seit jeher verhindert, abgeschwächt und im Lauf der Jahre das Wohlbefinden von Mensch und Tier immer gesteigert.

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Anfrage: Wohnbauzone „Aschgut“ Dietenheim • Interrogazione: zona edilizia „Aschgut“ Teodone

EM2 Architekten – http://www.em2.bz.it

EM2 Architekten – http://www.em2.bz.it

Bei der Bürgerversammlung in Dietenheim am 21.03.2012 wurde den Anwesenden ein Bauprojekt vorgestellt, das in Bezug auf den Standort nicht dem Siegerprojekt der Architekten EM2 entspricht.

Das auf der Homepage der Architekten EM2 vorgestellte Projekt stößt auf breite Kritik, auch weil es durch seine terrassenförmige Verschachtelung einen zu großen Kontrast zu den umliegenden, aus Sicht des Denkmalschutzes beachtenswerten Bauten darstellt und die Verdichtung für das gesamte Ensemble zu massiv erscheint.
Die Stellungsnahmen und Gutachten des Denkmalamtes, welche leider keine entsprechende Berücksichtigung erfahren haben, sprechen diesbezüglich eine eindeutige Sprache.

Die Grüne Ratsfraktion wünscht eine detaillierte schriftliche und mündliche Antwort auf folgende Fragen:

  1. Gedenkt man die Bevölkerung und/oder die Anrainer weiterhin über die Projektentwicklung zu informieren und wenn ja, in welcher Form?
  2. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge? Weiterlesen

Raumordnungsvertrag Schulzone/Dietenheim: Offene Fragen

Mit einem Raumordnungsvertrag hat die Gemeinde Bruneck einen Grund in der Schulzone erworben, gegen Baurechte in Dietenheim (Aschgut) und Zahlung von 1,8 Mio €, die mittels eines anderen Raumordnungsvertrags aufgebracht wurden. Die Landesregierung hat den Vertrag stillschweigend durch Terminverfall ratifiziert.

Es ist einerseits nachvollziehbar, dass sich die Gemeinde einen Grund in der Schulzone sichern will, der in Zukunft für öffentliche Einrichtungen benötigt werden könnte, so etwa ein eventuelles neues Eisstadion. Allerdings sind die zugestandenen Baurechte in Dietenheim aus denkmal- und ensembleschützerischer Sicht sehr problematisch, und das Instrument der Vertragsurbanistik ist hier wohl eindeutig überreizt worden.

Die Grüne Landtagsfraktion hat diesbezüglich eine detaillierte Anfrage eingereicht:

Raumordnungsvertrag in Bruneck/Dietenheim: Öffentliches Interesse oder Gefälligkeit für einen Privaten?

Die Gemeinde Bruneck hat 2012 einen Raumordnungsvertrag (ROV) von erheblicher Tragweite abgeschlossen und durch Ratsbeschluss am 9. Juli 2012 ratifiziert. Die Landesregierung hat den Vertrag und die Entscheidungen der Gemeinde Anfang 2013 durch stillschweigende Genehmigung und Terminverfall ratifiziert. Weiterlesen