Beschlussantrag: Vorsorgeprinzip bei 5G • Mozione: Principio di precauzione per 5G

Die Strahlung der Mobiltelefone ist Teil des Spektrums der elektromagnetischen Felder. Dazu gehören sowohl natürliche als auch künstliche Quellen. Der Mobilfunk nutzt heute Frequenzen von ungefähr 800 bis 2600 Megahertz. Dieser Wert befindet sich beträchtlich unter dem sichtbaren Licht und sehr deutlich unter der ionisierenden Strahlung.

Mobilfunkstrahlung kann im menschlichen Körper Wärme erzeugen. Damit Menschen dadurch keine Schäden erleiden, gibt es entsprechende Grenzwerte.

5G ist die fünfte Generation der Mobilfunktechnik. Damit sollen in kürzerer Zeit größere Datenmengen übertragen werden als bisher. Die Zahl der verbundenen Geräte soll sich verhundertfachen, und die Reaktionsgeschwindigkeit nur mehr wenige Millisekunden betragen. Eng verbunden mit der 5G-Technologie ist das „Internet der Dinge“ (IOT), das die Automatisierung vieler Lebens- und Produktionsfelder über Funk ermöglicht.

In den kommenden Jahren sind Frequenzen von ca. 26 GHz geplant, was die bisher benutzten Frequenzbänder für LTE (4G) um ein Vielfaches übersteigt. Deshalb ist die Reichweite deutlich geringer als bei den bisherigen Antennen und es wird eine viel größere Zahl an Funkzellen benötigt.

Mit der Implementierung von 5G drohen „ernste, irreversible Konsequenzen für den Menschen“, warnen Mediziner/innen und Naturwissenschaftler/innen in einem weltweiten Appell (https://www.5gspaceappeal.org/the-appeal). Er weist darauf hin, dass man noch nicht sicher weiß, ob die mobile Datenübertragungstechnik gesundheitliche Risiken mit sich bringt, dass man es aber auch noch nicht ausschließen kann. Weiterlesen

Leserbrief: Antennen und Hosenscheißer

mobilfunkoder: cà nisciun è fess – zum Kommentar in „Pustertaler Zeitung“ 09/2015

Die Idee, der Opposition die Nachverhandlungen bezüglich Vodafone-Antenne hinüberschieben zu wollen, ist auf gut Südtirolerisch eine „furbata“ (es böten sich auch andere Begriffe mit derselben Endung an, auf die ich hier verzichten möchte). Allzu durchsichtig, allerdings. Welche Figur gibt eine Gemeinde ab, die dem Bürgermeister und dem zuständigen Stadtrat sozusagen das Mandat entzieht und ein paar einfache Gemeinderäte zur Vodafone schickt? Was die sich wohl denken würden? Und sagen wir einmal, es klappte dummerweise auch noch und Vodafone gäbe nach, wie stünde da der Bürgermeister da? Aber klar, das ist vollkommen undenkbar, deswegen hat sich die Ratsminderheit auch nicht auf dieses lächerliche Spielchen eingelassen.

Es stimmt, dass laut Satzung einzelne Gemeinderäte mit besonderen Aufgaben betraut werden können, auch Räte der Minderheit. Bezeichnenderweise ist es der Mehrheit bisher aber noch nie eingefallen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

Kurz: Wir sind nicht blöd, Herr Weger, und die Hosenscheißerei ist politisch woanders daheim.

02.05.2015
Hanspeter Niederkofler
Sprecher Grüne Ratsfraktion

Neue Mobilfunkantenne in der Stadtgasse • Nuova antenna per telefonia mobile nella via Centrale

mobilfunkDass jüngst ausgerechnet mitten in der Stadtgasse eine neue Mobilfunkantenne aufgestellt wurde, halten wir für sehr bedenklich und wir teilen die Sorgen der Mitbürgerinnen und Mitbürger in der unmittelbaren Umgebung. Der Standort befindet sich nämlich nicht nur mitten in bewohntem Gebiet, sondern auch in großer Nähe zu Schulen und verschiedenen öffentlichen Einrichtungen. Bedenklich finden wir auch, dass sich der Betreiber Telecom Italia Mobile nicht auf eine ernsthafte Diskussion um einen vertretbareren Standort eingelassen hat.
Die Gemeinde ist aufgefordert, alle ihre Möglichkeiten zu nutzen, um eine Verlegung dieser Anlage zu erreichen. Weiterlesen