Provisorische Verlegung des provisorischen Busbahnhofs • Spostamento provvisorio dell’autostazione provvisoria

Seit gestern ist aufgrund von Bauarbeiten der provisorische Busbahnhof vom Ex-Saatbau-Gelände in der Europastraße ins Bahnhofsgelände verlegt, sozusagen ein Provisorium im Provisorium.

An und für sich ist lange schon geplant, den Busterminal zum Bahnhof zu verlegen. Die zentralen Bushaltestellen am Graben sind lange schon in Betrieb und werden rege genutzt, und das langjährige Provisorium in der Europastraße ist auch ästhetisch kein Gewinn für Bruneck.

Als die Grünen vor drei Jahren das Gelände in der Europastraße als idealen Standort für einen möglichen Neubau der Musikschule vorschlugen (siehe hier), hieß es seitens der Gemeindeverwaltung, der Busbahnhof könne nicht verlegt werden, bzw. dafür würden 10-15 Jahre benötigt. Man zog es vor, die Musikschule an ihrem jetzigen, verkehrstechnisch sehr problematischen Ort zu erweitern. Jetzt ist das Provisorium recht problemlos und innerhalb weniger Tage ins Bahnhofsgelände verlegt worden. Wir können nur wieder einmal feststellen, wie flexibel die Logik in der Politik doch sein kann. Weiterlesen

Tauferer Bahn: eine Perspektive, wenn… • Ferrovia di Tures: una prospettiva, se…

Strasbourg 2003 - foto: HP NiederkoflerDas Kuratorium für technische Kulturgüter liefert mit der am 21. Februar vorgestellten Machbarkeitsstudie für eine neue Tauferer Bahn einen sehr wertvollen Beitrag zum Thema Verkehr im Raum Bruneck-Taufers.

Die Machbarkeitsstudie von Prof. Monheim ist sehr konkret gehalten und der gewählte Ansatz ist überzeugend: eine Leichtbahn, die als Straßenbahn direkt in die Ortschaften einfährt und das ganze Tauferer Tal, aber auch das Brunecker Stadtgebiet kapillar erschließt. Damit wird bestmögliche Zugänglichkeit bei attraktiven Gesamtfahrzeiten ermöglicht.

Die Straßenbahn hat nicht umsonst in den letzten Jahrzehnten eine Renaissance erfahren als ideales Verkehrsmittel für den Stadt- und Umgebungsverkehr, günstiger und besser zugänglich als Systeme mit isoliertem Fahrweg wie U-Bahnen oder Seilbahnlösungen, aber wesentlich attraktiver und ästhetischer als reine Bussysteme.

Eine Straßenbahn kann bei richtiger Umsetzung einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Verkehrsprobleme zwischen Bruneck und Sand in Taufers leisten und auch für den Tourismus große Bedeutung erlangen. Bedingung ist aber, dass man bereit ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen:

  • Eine Tram muss in den Straßenraum eingefügt werden und sie muss im Verkehr Priorität haben. Der Autoverkehr muss sich mit dem geänderten Straßenbild abfinden ebenso wie mit der roten Ampel, wenn die Tram kommt. Was zunächst wie ein Nachteil erscheint, ist in Wirklichkeit der große Vorteil der Straßenbahn: Sie zwingt dazu, die Straße neu zu organisieren und dem motorisierten Individualverkehr Grenzen zu setzen. Weiterlesen

Einmischen lohnt sich…

Leserbrief

Das Beispiel des Bozner Bahnhofs zeigt, dass es sich lohnt, sich einzumischen. Ohne die vielen kritischen Stimmen wäre die Bahnhofsverlegung wohl ihren Weg gegangen und irgendwann hätte man sich mit einem abgelegenen Retortenbahnhof abfinden müssen. Das jetzige Siegerprojekt zeigt einen anderen Weg auf. Der Bahnhof bleibt an seinem historischen, sehr günstigen Ort und die Bahnsteige werden weder an den Stadtrand geschoben noch unter die Erde verbannt, was bei dem einmaligen Panorama, das der Ort bietet, einer Barbarei gleichkäme. Vieles wird noch zu klären sein, gerade auch die Art der Stadtentwicklung, die hier vor sich gehen soll, aber man sieht: zuweilen kann es ein Segen sein, etwas Zeit zu verlieren.

01.03.2011
Hanspeter Niederkofler

Brunico: una fabbrica di sogni motorizzata

Franco Nones racconta dalla sua città, ostaggio di un „traffico entropico“.

Omnibus: Siamo nella stagione in cui il problema del traffico e delle emissioni imperversa. Come Bolzano, Merano e Bressanone, anche Brunico ha adottato dei provvedimenti per far fronte a delle situazioni limite. Eppure il traffico rimane un problema troppo vasto, una voragine per la città, come mai?

Franco Nones: Non è semplice trattare questo problema, perché il fenomeno del traffico a Brunico è complesso e multifattoriale. Brunico è il centro nevralgico della valle verso cui converge il traffico privato, commerciale, turistico e culturale. Ben il 52% dei lavoratori della città proviene dai paesi limitrofi ed il 64% degli studenti dalle valli e dalle località vicine. Brunico, inoltre, è anche il secondo centro industriale del Sudtirolo, dopo Bolzano, le circonvallazioni della città costituiscono un asse purtroppo sempre più importante di transito internazionale e assorbono quello della Valle Aurina, astro nascente dello sviluppo industriale ed artigianale.

O: Che ruolo gioca il trasporto pubblico? Ha le potenzialità per sgravare la città di una buona parte di traffico?

FN: Purtroppo, il trasporto pubblico urbano è quasi inesistente. Le poche linee urbane attive risalgono agli anni Sessanta e per rintracciare l’ultimo progetto con il quale si sia tentato di mettere in piedi un piano veicolare lungimirante, bisogna tornare indietro di dieci anni. Il destino del progetto Tiefenthaler/Winkler, che proponeva di realizzare dei parcheggi periferici e potenziare conseguentemente il trasporto pubblico, si è arenato in Consiglio comunale per la mancanza di volontà politica di realizzarlo. Alcune idee sono state prese in considerazione, ma il progetto nel suo complesso è stato accantonato. Al centro storico che da anni lotta contro il traffico, invece che nuove zone pedonali un paio d’anni anni fa è stato „donato“ nel frattempo un parcheggio sotterraneo – in pieno centro, sotto al nuovo palazzo del Comune – che attira, neanche a dirlo, traffico privato. Weiterlesen