Ausfahrt Südumfahrung: lang hat‘s gedauert, lang wird‘s dauern • Uscita circonvallazione sud: quanto abbiamo aspettato e quanto aspetteremo

Am 8. September 2017 wird die Ausfahrt von der Südumfahrung zur Reischacher Straße eröffnet. Schon bei der Planung der Südumfahrung war eigentlich klar, dass eine Ausfahrt für Reischach nützlich wäre, aber die Gemeinde Bruneck verknüpfte damals ihre Zustimmung mit der Bedingung, keine Ausfahrt zu bauen. Man befürchtete wohl eine zu starke Verkehrsentlastung in der Stadt. Nach vielen Auseinandersetzungen und Fehlstarts ist nun die Ausfahrt vollendet, knapp 29 Jahre nach der Südumfahrung selbst. Für die Grünen, die immer für die Ausfahrt eingetreten sind, ist das natürlich erfreulich.

Die reine Freude ist es für uns freilich nicht. Abgesehen von der langen Wartezeit sind auch einige Begleitumstände nicht ideal.

Hauptzweck der Ausfahrt ist die Entlastung der Stadt von einem wesentlichen Teil des Verkehrs in Richtung Reischach, Sportzone und Kronplatz. Diese Funktion wird die Ausfahrt hoffentlich erfüllen. Wir waren allerdings dafür eingetreten, dass ein Ast bis zur Kreuzung Sportzone verläuft, um so auch die Wohngebiete an der Reischacher Straße zu entlasten. Es wurde aber der Ast Richtung Stadt bevorzugt, womit es nun vom neuen Kreisverkehr aufwärts zu einer Mehrbelastung kommt.

Die zweite Funktion der Ausfahrt, eine zusätzliche, schnelle Zufahrt ins Stadtzentrum, ist hingegen problematischer. Um nicht zusätzlichen Verkehr auf die Reischacher Kreuzung loszulassen, ist ein zentraler Auffangparkplatz südlich davon notwendig, wie er im übrigen seit 20 Jahren in sämtlichen Verkehrskonzepten enthalten ist. Hier hat sich die Gemeinderatsmehrheit aber für eine Garage in der Schlosswiese entschieden, die als zentraler Auffangparkplatz nicht geeignet ist. Das Projekt hat außerdem den entscheidenden Nachteil, dass es ins Leere gelaufen ist, obwohl die Grundsatzentscheidung dafür bereits 2012 gefallen war. Der Standort „Schlosskurve“ in wesentlich geeigneterer Lage wurde hingegen nie ernsthaft in Erwägung gezogen. So haben wir jetzt die Ausfahrt ohne Auffangparkplatz. Weiterlesen

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Campingplatz Korerhof: nichts Neues, leider • Campeggio Korerhof: niente di nuovo, purtroppo

Bild: salto.bz

Die Umwidmung der Flächen beim Korerhof in Zone für touristische Einrichtungen stand auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 30. September 2013, neben anderen Punkten wie die Eishalle und das Golfhotel. Bürgermeister und Landtagskandidat Tschurtschenthaler hatte es offensichtlich eilig, noch einige Vorhaben zumindest symbolisch auf den Weg zu bringen, was wohl im Wahlkampf seinem Image als Förderer der Pustertaler Wirtschaft dienen sollte.

Angesichts der Dimensionen des Projekts und seiner problematischen Aspekte – vor allem die Verkehrsanbindung einer solchen touristischen Großanlage – konnten wir die Eile nicht nachvollziehen und haben der Umwidmung nicht zugestimmt. Am 25. November 2013 stimmten wir gegen die Abweisung der eingegangenen Einsprüche.

Offensichtlich erachten auch die Fachgremien des Landes die Problematiken als besonders schwerwiegend und haben negative Gutachten erteilt, auch aufgrund mangelhafter Bewertung von Alternativen und Auswirkungen. Dass die Landesregierung trotzdem grünes Licht gegeben hat, ist in solchen Fragen leider nichts Neues. Wir müssen feststellen, dass der „neue Kurs“ der neuen Landesregierung wohl doch nur eine begrenzte Reichweite hat. Weiterlesen

Ausfahrt Südumfahrung: Klarstellung • Uscita circonvallazione sud: precisazione

Auf der Website der Gemeinde wird in einem Artikel vom 5. April die Aussage des Bürgermeisters wiedergegeben, im August 2009 seien keine Prioritäten bezüglich der beiden Äste des Ausfahrtsprojekts gesetzt worden, dies habe der Gemeinderat jetzt nachgeholt.

Die Fakten sehen etwas anders aus: In der Sitzung am 24.8.2009 wurde der ursprünglich vom Bürgermeister forcierte Vorschlag, dem Ast Richtung Bruneck den Vorzug zu geben, am Ende bei null Jastimmen, 24 Enthaltungen und 5 Neinstimmen mehr als deutlich verworfen. Der Antrag, den Ast Richtung Reischach vorzuziehen, erhielt hingegen 13 Jastimmen bei einer Neinstimme und 15 Enthaltungen. Das Gesamtprojekt wurde mit 25 Jastimmen und 4 Neinstimmen befürwortet.
Damit sprach sich der Gemeinderat nicht nur für die gesamte Ausfahrt aus, sondern auch klar gegen die Hypothese, den Brunecker Ast vor dem Reischacher Ast zu bauen. Aus dem Verlauf der Wortmeldungen ging klar hervor, dass eine deutliche Mehrheit auf keinen Fall riskieren wollte, dass der Reischacher Ast durch ein Vorziehen des Brunecker Astes ins Unbestimmte verzögert würde.

Genau das hat nun aber eine unübliche Mehrheit aus 12 SVP-Stimmen sowie den Stimmen von Freiheitlichen, Polo, PD und UDC am 28. Februar gemacht und damit die Entscheidung von 2009 über den Haufen geworfen. Dem Verkehrsfluss Richtung Stadtzentrum wurde damit Priorität vor den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerung längs der Reischacher Straße gegeben, die seit August 2009 fest mit der Einhaltung des Beschlusses gerechnet hatte. Weiterlesen

Ausfahrt Südumfahrung: wichtiger Schritt • Uscita circonvallazione sud: passo importante

Nach mittlerweile jahrzehntelanger Diskussion hat der Brunecker Gemeinderat am 24. August eine Grundsatzentscheidung zur Ausfahrt von der Südumfahrung getroffen und die im Verkehrskonzept enthaltene Lösung mit je einem Ast in südlicher und nördlicher Richtung bestätigt. Wir begrüßen diese Entscheidung. Weiterlesen

„Ried“: korrektes Vorgehen unerwünscht • „Ried“: correttezza non richiesta

Bei der Sitzung des Brunecker Gemeinderats am 24. August standen zwei Beschlussanträge zur Diskussion, die das Projekt „Ried“ betreffen. Beide wurden abgelehnt, womit die Ratsmehrheit zu verstehen gibt, dass demokratische Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger nebensächlich ist, sobald „wichtigere“ Interessen im Spiel sind und dass man, wenn’s bequemer ist, auch gerne einmal eine Verletzung der Gemeindekompetenzen durch das Land hinnimmt.

Nella riunione del Consiglio comunale di Brunico del 24 agosto si sono discusse due mozioni che riguardano il progetto „Ried“. Entrambe sono state respinte. La maggioranza del Consiglio ha così dato il segnale che la partecipazione democratica di cittadine e cittadini diventa una cosa secondaria quando ci sono di mezzo interessi più „importanti“ e che, quando appare comodo, si è volentieri disposti a farsi espropriare le proprie competenze dalla Provincia. Weiterlesen

Ausfahrt Südumfahrung: unser Standpunkt

Reischacher Straße

Nach dem Lokalaugenschein am 5. August 2009, bei dem die mögliche Trasse der Südausfahrt besichtigt wurde, legen wir noch einmal unsere Position zu Notwendigkeit und Funktion der Ausfahrt, zu Trassierung und Prioritäten dar. Weiterlesen

Skipistenplan liegt auf • Il Piano piste da sci è disponibile

Der Fachplan Aufstiegsanlagen und Skipisten, der von der Landesregierung am 22. Juni in erster Lesung genehmigt wurde, liegt vom 10. August bis 8. September in der Gemeinde Bruneck zur Einsicht auf: dritter Stock rechts, Dienststelle Raumordnung, Büro von Frau Roswitha Mairhofer. Er ist auch im Internet verfügbar:

http://www.provinz.bz.it/raumordnung/themen/fachplan-aufstiegsanlagen.asp.

Die Grünen rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, diese Thematik, die in letzter Zeit so viele Diskussionen ausgelöst hat, zu vertiefen und ihre Bemerkungen und Einwände bis zum 8. September der Gemeinde Bruneck zu übermitteln. Zu den eingelangten Einwänden wird dann auch der Gemeinderat Stellung zu nehmen haben.

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Per 30 giorni, da lunedì 10 agosto all’8 settembre 2009, presso l’uffico della sig.ra Roswitha Mairhofer del servizio urbanistica del Comune di Brunico (terzo piano, prima porta del corridoio a destra) si può prendere visione del Piano di settore impianti di risalita e piste da sci approvato in prima lettura dalla Giunta provinciale il 22.06.2009. E‘ disponibile anche in internet:

http://www.provincia.bz.it/urbanistica/temi/piano-risalita.asp

I Verdi invitano le cittadine e i cittadini a approfondire questa tematica che negli ultimi tempi ha sollevato così tante discussioni e a indirizzare al Comune le loro osservazioni ed obiezioni al Piano entro l’8 settembre 2009. Sulle obiezioni giunte dovrà in seguito prendere posizione anche il Consiglio comunale.

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