Neuer Radweg an der Rienz St. Lorenzen-Bruneck • Nuova pista ciclabile lungo la Rienza S. Lorenzo-Brunico

Der neue Abschnitt des übergemeindlichen Radwegs entlang der Rienz zwischen Bruneck und St. Lorenzen: breit, schnurgerade, schattenlos, öde. Wird sicherlich den Planungskriterien entsprechen, bietet mehr Platz und das Flussufer hinter der Mauer wird wohl mit der Zeit wieder etwas grüner – aber ein schöner, wirklich attraktiver Radweg ist etwas Anderes. Hoffen wir, dass der Abschnitt durch die Stadt Bruneck nicht so ähnlich gerät…

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Il nuovo tratto della pista ciclabile sovracomunale lungo la Rienza tra Brunico e S. Lorenzo: larga, dritta, senz’ombra, un deserto. Weiterlesen

Lärmschutz

Leserbrief

Lärmschutzwände bringen zumindest teilweise Entlastung – vorausgesetzt, sie können ihre Wirkung entfalten. Das tun sie aber nur, wenn sie möglichst nahe an der Lärmquelle stehen. Nur so werden Schallwellen, die ein ähnliches physikalisches Verhalten wie Wasserwellen haben, kanalisiert nach oben abgeleitet. Ist die Entfernung zu groß, überrollt der Lärm das Hindernis und hat nur einen ganz wandnahen Wirkungsbereich. Man möchte meinen, dass dies den Her- und Aufstellern der Wände bekannt ist, aber an vielen Orten – auch im Raum Bruneck/St. Lorenzen – stehen die unschönen Sichtbarrieren und Landschaftszerteiler in vollkommen ungeeigneter Distanz zur Fahrspur und dienen somit nur dem Geldbeutel der Produzenten. Weiterlesen

Verkehrsinfrastruktur im Pustertal: Verantwortung und Weitsicht • Infrastruttura di trasporto in Val Pusteria: responsabilità e lungimiranza

Mit der heutigen Eröffnung des Tunnels unter der Sonnenburg durften wir wieder schöne Worte bezüglich Sicherheit und Lebensqualität sowie Ankündigungen nächster Ausbauschritte entlang der Pustertaler Straße vernehmen.

So wie das Teilstück Sonnenburg nicht gerade ein Musterbeispiel für Respekt vor Kulturdenkmälern ist, so irreführend sind die Diskurse über Sicherheit und Lebensqualität. Die Wirklichkeit ist eine andere: Oberste Priorität hat laut Planungsvorgaben des Landes die Beschleunigung der Pustertaler Straße, und entsprechend fallen die Projekte aus. Beschleunigung dient aber weder der Sicherheit noch der sogenannten Verflüssigung des Verkehrs, sondern führt zu einer Zunahme der Emissionen, des Lärms, des Risikos schwerer Unfälle und der Stauanfälligkeit. Ginge es hingegen wirklich in erster Linie um die Entlastung der Wohngebiete, so hätte man von Anfang an anderen Kriterien folgen müssen.

Die Mittel für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur werden knapper. Wir fordern daher die Landesverwaltung auf, ihre Prioritäten zu überdenken und den Investitionen den Vorzug zu geben, die effektiv die Lebensqualität, die Sicherheit und eine Verlagerung zu nachhaltigen Bewegungsformen fördern. Weiterlesen

Anfrage: Radweg entlang der Bahntrasse nach St. Lorenzen • Interrogazione: pista ciclabile lungo il tracciato ferroviario per S. Lorenzo

Die Grünen wollten in dieser Anfrage erfahren, wie es um das letzte noch fehlende Stück der Radwegverbindung entlang der Bahntrasse steht. Die Gemeindeverwaltung kündigt an, dass im Frühjahr 2011 das fehlende Stück errichtet werden soll. Damit entsteht nun eine sichere und attraktive Radverbindung zwischen St. Lorenzen/St. Martin und der Schulzone. Heute muss entweder die Industriezone durchquert oder der Weg entlang der Rienz verwendet werden, der für den Westen der Stadt ungünstig verläuft.

I Verdi in questa interrogazione chiedono notizie sul pezzo mancante del percorso ciclistico lungo la ferrovia. L’Amministrazione comunale annuncia che nel 2011 la ciclabile sarà completata, permettendo così un collegamento sicuro ed attraente tra S. Lorenzo/S. Martino e la zona scolastica. Oggi è necessario o attraversare la zona industriale o utilizzare il percorso lungo la Rienza, che non è molto utile per la parte ovest della città.  Weiterlesen

Gadertaler Ausfahrt: „beste Lösung“ Klosterwald-Variante

Bei allem Respekt vor den Bedürfnissen der Anrainer der Gadertaler Straße in St. Lorenzen, aber das Klosterwald-Ding kostet 40 Millionen und versaut die ganze Gegend. Ich denke also schon, dass da auch die „Auswärtigen“ ein Wort mitzureden haben.
40 Millionen Euro, finanziert vom Land mit dem Steuergeld aller Südtiroler/innen. Das wären knapp 11.000 Euro pro Einwohner/in der Gemeinde St. Lorenzen, oder ca. 120.000 Euro für jede/n Anwohner/in der Gadertaler Straße. Weiterlesen

Sonnenburg-Klosterwald: 60 Millionen für sinnlose Zerstörung • Castelbadia-Klosterwald: 60 milioni per un inutile scempio del paesaggio

meilensteinDer Beginn der Bauarbeiten zum Sonnenburger Tunnel macht jetzt für alle Augen sichtbar, wie der Ausbau der Pustertaler Straße konkret aussieht. Dieser bedenkliche Eingriff wäre, wie viele vor ihm schon, mit ein wenig Vernunft vermeidbar gewesen. Stattdessen wird allen Ernstes behauptet, dass die Sanierung der bestehenden Straße zu aufwändig wäre, während offenbar 600 Meter Tunnel direkt unterm Burghügel als eine einfache und günstige Lösung durchgehen – bei Kosten von über 18 Millionen Euro für nicht einmal einen Kilometer Straße.

Wesentlich schlimmer ist aber das, was im Gebiet Sonnenburg noch bevorsteht. Weiterlesen

Meilensteingespräche • Colloqui alla pietra miliare – 27.08.2005

Am Samstag, 27.08.2005 fanden die Meilensteingespräche bei der Sonnenburg – St. Lorenzen statt, organisiert von Umweltorganisationen, Verkehrsinitiativen und Gewerkschaften.

Mit ca. 700 Teilnehmenden eine zivilisierte, gelassene und deutliche Antwort auf die Arroganz der Landespolitik, die ignoriert, was Tausende Bürgerinnen und Bürger anlässlich der selbstverwalteten Volksbefragung im Frühjahr dieses Jahres verlangt haben. Mit sehr großer Mehrheit wurden dabei die aktuellen Straßenprojekte verworfen und für kleinere Eingriffe auf der Straße und eine gesundheits- und umweltverträgliche Mobilität gestimmt.

Die Veranstaltung fand bei der Sonnenburg statt, weil gerade dort die Pläne des Landes Eingriffe vorsehen, die diesen einmaligen Ort unwiederbringlich in Mitleidenschaft ziehen. Weiterlesen