Reischacher Kreuzung: Fehler und Folgen • Incrocio per Riscone: errori e conseguenze

Aug. 2013 - Graben - Reischacher Kreuzung / Incrocio per RisconeDie Südausfahrt geht ohne Auffangparkplatz in Betrieb, die Reischacher Kreuzung soll die Autos schnell genug in die Stadt pumpen und die Fußgänger sollen nicht im Weg sein. Wozu lassen wir eigentlich Verkehrskonzepte erstellen?

Die Südausfahrt geht bald in Betrieb und der gesamte Verkehr von dort landet an der Reischacher Kreuzung. Damit entsteht eine Situation, die allen Verkehrskonzepten widerspricht, die in Bruneck in den  letzten Jahrzehnten vorgelegt wurden. Immer wurde betont, dass gleichzeitig mit der Ausfahrt ein Auffangparkplatz südlich der Reischacher Kreuzung entstehen muss und dass der Verkehr nicht auf den Graben geleitet werden soll. Für die Tiefgarage am Rathausplatz war deshalb ursprünglich gar keine Einfahrt am Graben genehmigt worden. Jetzt soll die Einfahrt dort auch noch Zuwachs bekommen. Zwischen Graben und Rathausplatz soll weiter dichter Verkehr herrschen und der Rückweg von der Rathausgarage zur Südausfahrt geht über die Pacherstraße oder den Kapuzinerplatz.

Diese Situation ist das Ergebnis einer Fehlentscheidung, die mittlerweile fünf Jahre zurück liegt und die auch die neue Stadtregierung nie in Frage gestellt hat: die Tiefgarage in der Schlosswiese. Man hat es vorgezogen, vier Jahre mit einem phantomatischen Urbanistikdeal zu vertun, bis man endlich zugeben musste, dass er nicht geht. Wir erinnern daran, dass der ausschlaggebende Grund dafür, dass man sich 2012 für die Schlosswiese als Standort entschied, genau dieser Deal war, den wir von Anfang an als nicht realistisch angesehen haben. Mit dem Deal fällt damit auch die Standortwahl. Weiterlesen

Ausfahrt Südumfahrung: und die Schlossgarage? • Uscita dalla circonvallazione sud: e il garage del castello?

Anlässlich der Vergabe der Bauarbeiten für die Ausfahrt von der Südumfahrung erinnern wir daran, dass mit dieser neuen Zufahrt auch ein neuer Auffangparkplatz im Bereich des Schlosses notwendig wird. Im Brunecker Mobilitätskonzept (2007) steht dazu:

„Damit der nach Bruneck von Süden einfahrende Verkehr (…) eine Parkgelegenheit vorfindet, ohne das Zentrum zu belasten, wird die Errichtung einer Parkgarage vorgesehen. (…) Positiver Nebeneffekt dieser Parkgarage ist, dass sie die Funktion eines Auffangparkplatzes übernimmt, sich gleichzeitig aber durch ihre Zentrumsnähe auszeichnet.“

Die Mehrheit im Brunecker Gemeinderat hat im Mai 2012 dem Standort Schlosswiese den Vorzug gegeben, obwohl dieser verkehrstechnisch nicht geeignet ist, weil er zu weit vom Zentrum entfernt liegt; außerdem ist er landschaftlich äußerst problematisch. Die Umsetzung ist inzwischen allerdings ins Stocken geraten, der vorgesehene Raumordnungsvertrag, der uns ohnehin nie überzeugt hat, ist aufgrund einer Gesetzesänderung nicht mehr möglich.

Für uns Grüne ist es höchste Zeit, den Standort Schlosswiese aufzugeben und endlich ernsthaft die Möglichkeiten im Bereich Schlosskurve zu prüfen. An diesem Standort kann auch in Etappen vorgegangen werden. Besser ein bescheidener Anfang am richtigen als ein ein fragwürdiges Projekt am falschen Ort.

10.04.2014
Für die Grünen – Bruneck
Hanspeter Niederkofler

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Uscita dalla circonvallazione sud: e il garage del castello?

In occasione dell’affidamento dei lavori per l’uscita dalla circonvallazione sud ricordiamo che con questo nuovo accesso alla città si rende necessario anche un nuovo parcheggio di raccolta nella zona del castello. Nel piano della mobilità (2007) si legge: Weiterlesen

Nordring/Südausfahrt: Richtigstellung

An die Neue Südtiroler Tageszeitung

In Ihrem heutigen Artikel zum Thema Nordringverlegung/Südausfahrt steht, der Bürgermeister habe in dieser Frage die Gruppensprecher „allesamt auf seine Seite gezogen“ und alle Parteien seien dafür, der Ausfahrt Richtung Bruneck Priorität einzuräumen und die Nordringverlegung auf unbestimmte Zeit aufzuschieben.

Dem muss ich klar widersprechen, für die Grünen ist die Nordringverlegung eine seit vielen Jahren versprochene und beschlossene Maßnahme, die sie immer mitgetragen haben und die nicht weiter zu hinauszuzögern ist. Der Südausfahrt in der jetzt vorgesehenen Form mit dem alleinigen Ast Richtung Bruneck haben wir hingegen im Gemeinderat nicht zugestimmt, weil damit die Belastung entlang der Reischacher Straße erhöht wird und künftige Probleme vorprogrammiert sind, wenn z. B. für die Schlossgarage keine geeignete Lösung gewählt wird. Wir können diesem Projekt also auch keine Priorität gegenüber der Verlegung des Nordrings einräumen.

Mit freundlichen Grüßen
Hanspeter Niederkofler
Sprecher der Grünen Ratsfraktion
11.10.2011

Interrogazione al Consiglio provinciale sulla viabilità a Brunico

Viabilità a Brunico: promesse non mantenute?

Con grande stupore apprendiamo dai media che lo spostamento dell’anello nord a Brunico dietro la zona industriale appare di nuovo in forse. Eppure ci risulta che si tratti di un progetto approvato, finanziato e di prossima realizzazione. Ora si riparla di varie difficoltà e di „altre priorità“.

Intanto a Vandoies di Sopra si porta avanti un progetto che „aggira“ un abitato di 600 metri con una nuova strada di 4 km, finché al Klosterwald si intendono spendere 40 milioni per un incrocio stradale e a Perca si pensa alla prossima mega-galleria assolutamente sproporzionata rispetto alla reale problematica. Per questo non possiamo accettare che vengano messi da parte progetti a confronto modesti che servono effettivamente a migliorare la situazione in zone abitate fortemente colpite dal traffico.

L’attuale tracciato dell’anello nord a Brunico è il risultato di un errore di progettazione negli anni 80. Già allora era chiaro che l’anello nord posto tra quartieri residenziali e zona industriale poteva portare solo problemi. Ma tutti gli avvertimenti e le proteste furono ignorate e da allora il problema aspetta una soluzione. Nel frattempo si sono fatte chiare promesse, che adesso vengono di nuovo messe in dubbio. Weiterlesen

Nordring: was wird gespielt? • Anello Nord: a che gioco giochiamo?

Mit großer Verwunderung vernehmen wir Meldungen in den Medien, wonach die Verlegung des Nordrings hinter die Industriezone erneut in Frage stehe. Als Gemeinderäte ist unser Stand nach wie vor, dass es sich dabei um ein beschlossenes und finanziertes Projekt handelt, das ehestmöglich umgesetzt wird. Nun ist wieder die Rede von allerhand Schwierigkeiten und von „anderen Prioritäten“.

Der heutige Verlauf des Nordrings ist das Resultat einer Fehlplanung in den Achtzigern. Schon damals war klar, dass der Nordring zwischen Wohngebiet und Industriezone nur zu Problemen führen würde. Klare Warnungen und Proteste wurden aber ignoriert, seitdem harrt die Situation einer Lösung. Inzwischen wurden klare Versprechungen gemacht, die jetzt offensichtlich wieder in Frage gestellt werden.

Gleichzeitig hat man sich beim ebenso Jahrzehnte alten Problem der Südausfahrt für eine Variante entschieden, die vor allem neue Probleme schafft, weil sie zu einer Mehrbelastung des Wohngebiets an der Reischacher Straße führt. Außerdem wird jetzt wieder Nordring gegen Südausfahrt ausgespielt.

Bruneck hat ein Verkehrskonzept, laut dem Nordringverlegung und Südausfahrt samt Reischacher Ast prioritär sind – die reale Verkehrspolitik erweist sich aber einmal mehr als orientierungslos.

Die Grünen verlangen von Gemeinde- und Landesverwaltung Klarheit über den Stand der Dinge, über die verfügbaren Mittel und über die Kriterien, nach denen bestimmte Projekte Vorrang genießen und andere liegen gelassen werden. Solange etwa für Obervintl ein Projekt betrieben wird, das 600 Meter Ortsdurchfahrt mit 4 km neuer Straße „umfährt“, solange man beim Klosterwald für eine Straßenkreuzung 40 Millionen ausgeben will und in Percha an den nächsten Riesentunnel denkt, der in keinem Verhältnis zum dortigen Verkehrsproblem steht, akzeptieren wir nicht, dass vergleichsweise bescheidene Projekte, die effektiv der Entlastung stark belasteter Wohngebiete dienen, hintangestellt werden. Weiterlesen

Ausfahrt Südumfahrung: Klarstellung • Uscita circonvallazione sud: precisazione

Auf der Website der Gemeinde wird in einem Artikel vom 5. April die Aussage des Bürgermeisters wiedergegeben, im August 2009 seien keine Prioritäten bezüglich der beiden Äste des Ausfahrtsprojekts gesetzt worden, dies habe der Gemeinderat jetzt nachgeholt.

Die Fakten sehen etwas anders aus: In der Sitzung am 24.8.2009 wurde der ursprünglich vom Bürgermeister forcierte Vorschlag, dem Ast Richtung Bruneck den Vorzug zu geben, am Ende bei null Jastimmen, 24 Enthaltungen und 5 Neinstimmen mehr als deutlich verworfen. Der Antrag, den Ast Richtung Reischach vorzuziehen, erhielt hingegen 13 Jastimmen bei einer Neinstimme und 15 Enthaltungen. Das Gesamtprojekt wurde mit 25 Jastimmen und 4 Neinstimmen befürwortet.
Damit sprach sich der Gemeinderat nicht nur für die gesamte Ausfahrt aus, sondern auch klar gegen die Hypothese, den Brunecker Ast vor dem Reischacher Ast zu bauen. Aus dem Verlauf der Wortmeldungen ging klar hervor, dass eine deutliche Mehrheit auf keinen Fall riskieren wollte, dass der Reischacher Ast durch ein Vorziehen des Brunecker Astes ins Unbestimmte verzögert würde.

Genau das hat nun aber eine unübliche Mehrheit aus 12 SVP-Stimmen sowie den Stimmen von Freiheitlichen, Polo, PD und UDC am 28. Februar gemacht und damit die Entscheidung von 2009 über den Haufen geworfen. Dem Verkehrsfluss Richtung Stadtzentrum wurde damit Priorität vor den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerung längs der Reischacher Straße gegeben, die seit August 2009 fest mit der Einhaltung des Beschlusses gerechnet hatte. Weiterlesen

Ausfahrt Südumfahrung: weiter mit alten Fehlern • Uscita dalla circonvallazione sud: avanti con vecchi errori

Der Brunecker Gemeinderat hat in der Sitzung am 28. Februar seine Grundsatzentscheidung vom August 2009, die Ausfahrt auf jeden Fall mit dem Reischacher Ast verwirklichen zu wollen, praktisch über den Haufen geworfen. Das Konzept der Südausfahrt, wie es im genehmigten Verkehrsplan aufscheint und im Bauleitplan eingetragen ist, besteht damit nur noch auf dem Papier – eine Fehlentscheidung, die statt einer umfassenden Lösung vor allem neue Probleme schafft und damit alte Fehler wiederholt.

Mit 20 gegen 9 Stimmen (Grüne, Bürgerliste und drei SVP-Stimmen) hat der Gemeinderat beschlossen, von der vorgesehenen Ausfahrt vorerst nur den Brunecker Ast verwirklichen zu wollen, die sogenannte „Ausfahrt Mitte“. Der Ast nach Reischach, die eigentliche Südausfahrt, rückt damit in weite Ferne. Damit wird zwar eine schnelle Zufahrt für den Verkehr in Richtung Brunecker Stadtzentrum geschaffen, der Verkehr nach Reischach aber wird über die Reischacher Straße geleitet und für das dortige Wohngebiet steigt die Belastung.

Nach wie vor ist nicht klar, welche Finanzierungszusagen es effektiv seitens der Landesverwaltung gibt und zu welchen Bedingungen. Ebenso leuchtet es nach wie vor nicht ein, weshalb das Land alle möglichen Umfahrungs- und Ausbauprojekte zur Gänze finanziert, während in diesem Fall die Gemeinde eine Verbindung zweier Landesstraßen mitfinanzieren soll. Weiterlesen