NATÜRLICH kann in Bruneck über das Projekt „Ried“ abgestimmt werden • NATURALMENTE a Brunico si può votare sul progetto „Ried“

Wir verwehren uns energisch gegen die willkürliche und falsche Auslegung der Gemeindesatzung, wie sie RA Beikircher und Bürgermeister Tschurtschenthaler kürzlich von den Betreibern des Projekts „Ried“ übernommen haben. Nachdem diese wohl keine Aussicht sahen, die Befragung zu verhindern und offensichtlich nie daran geglaubt haben, sie gewinnen zu können, setzen sie jetzt auf dieses Störmanöver und werden von den Stellen, die eigentlich die Volksrechte garantieren sollten, in diesem Sabotageversuch unterstützt. Weiterlesen

Werbeanzeigen

Projekt „Ried“ und Volksbefragung: zur Vertiefung

Kurze Chronlologie der Ereignisse

Dezember 2004:
Mit Gemeinderatsbeschluss beantragt die Gemeinde Bruneck die Eintragung des folgenden Passus in die Überarbeitung des Skipistenplans: “Zur Einschränkung des Individualverkehrs zwischen dem Brunecker Talboden und der Talstation Reischach, sowie des dortigen Stellplatzbedarfes soll eine direkte Anbindung des Skigebietes Kronplatz an die Pustertaler Bahn, mit der Errichtung des dafür geeigneten Transportsystems mit Verbindungspiste oder Skiweg geprüft werden.” Der Satz bezieht sich auf das Vorhaben, eine der beiden Umlaufbahnen, die von Reischach zum Kronplatz führen, bis in den Talboden zu verlängern, an die Bahnlinie zwischen Bruneck und St. Lorenzen. Das Vorhaben wird später fallen gelassen, trotzdem wird der Passus Jahre danach als “Eintragung” des Projektes “Ried” gedeutet, um die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Abläufe zu rechtfertigen. Von einer möglichen Verbindung nach Percha ist zu diesem Zeitpunkt absolut keine Rede. Weiterlesen

Volksbefragung Ried: Klarstellung 2 (leider notwendig) • Referendum Ried: precisazione n. 2 (necessaria, purtroppo)

Nochmal zur Fragestellung, für besonders Begriffsstutzige:

  • Die Fragestellung der Volksbefragung bedeutet: Soll sich die Gemeinde Bruneck Projekten gegenüber zustimmend verhalten, die Pisten und Aufstiegsanlagen im Gebiet Ried-Walchhorn vorsehen?
  • Das Projekt „Ried“ sieht Pisten und Aufstiegsanlagen genau in Ried-Walchhorn vor.
  • Also betrifft die Fragestellung das Projekt „Ried“ – ebenso wie jedes mögliche andere Projekt, das dort Pisten und Aufstiegsanlagen vorsieht.
  • Das Projekt „Ried“ wäre von der Befragung nicht mehr betroffen, wenn es in diesem Gebiet inzwischen KEINE PISTEN und KEINE SEILBAHNEN mehr vorsehen würde. Das tut es aber nach wie vor.

Die Fragestellung ist absolut korrekt und wurde genau so gewählt, um JEGLICHE skitechnische Verbauung am Nordosthang zum Thema zu machen, nicht nur das Projekt „Ried“, das inzwischen ja auch ganz anders aussehen und heißen könnte. Weiterlesen

Volksbefragung: Bürgermeister gegen Gemeindehoheit

Leserbrief

Die Fachkommission hat für die Volksbefragung in Bruneck eine Fragestellung zugelassen, die eindeutig ist und sein muss, in Bezug auf das Was, Wo und Wann. Sie wurde genehmigt, weil sie berücksichtigt, dass sich nicht jeder Bürger mit juridischen und politischen Spitzfindigkeiten befassen kann. Der jetzt Verwirrung stiftende Kommissionspräsident hätte wennschon gleich verlangen müssen, dass zu berücksichtigende Ausnahmen im Fragetext eingefügt werden. Vor allem wenn er damit das „Projekt Ried“ meint, wo doch jedem klar ist, dass dieses der Anlass der Volksinitiative ist. Nachdem dies nicht geschehen ist, gilt die Frage jetzt so wie sie dasteht! Schade, dass die Rekurse der Neinsager (zur demokratischen Meinungsfindung) zurückgezogen wurden – ihr Ausgang hätte wohl offiziell gezeigt, wie absurd ihre Logik ist. Anstatt die Hoheit der Bürger über ihr Gemeindegebiet zu verteidigen und mitzuhelfen, dass ihre Stimme Geltung bekommt, verteidigt der Brunecker Bürgermeister u. a. die Interessen einer unbestimmten Gruppe der Nachbargemeinde Percha. Als ob er nicht seine Familie um ihre bestimmende Meinung fragen dürfte, wenn ein Privatweg durch mehrere, aber auch durch seinen Garten geplant würde.

24.10.2010
Georg Peintner
Gemeinderat der Grünen

Volksbefragung Ried: Wir stimmen mit NEIN • Referendum Ried: votiamo NO

Am 7. November ist die Volksbefragung zur Zukunft von Ried-Walchhorn angesetzt. Die Frage: Sollen dort, am Nordosthang des Kronplatzes, Pisten und Aufstiegsanlagen entstehen (so etwa das Projekt „Ried“) oder soll das Gebiet östlich der Herrnegg-Piste weiterhin von der skitechnischen Erschließung verschont bleiben? Eine klare Frage, egal welche Absurditäten Bürgermeister und Projektbetreiber von sich geben, und für die Grünen gibt es eine klare Antwort darauf: NEIN zur Verbauung von Ried und Walchhorn. Über das Thema wird seit Jahren diskutiert, wir bringen noch einmal die Argumente auf den Punkt:

Il 7 Novembre si terrà il referendum popolare sul futuro della zona Ried-Walchhorn. Il quesito referendario chiede se sul versante nord-est del Plan de Corones debbano essere realizzati piste e impianti di risalita (come quelli del progetto „Ried) o se la zona a est della pista Herrnegg debba essere tutelata e non vi possano essere previsti dei collegamenti sciistici. La domanda è formulata chiaramente, non importa quali assurdità vengano dal Sindaco e dai promotori del progetto, e da parte dei Verdi la risposta è altrettanto chiara: NO! Di questo tema si discute da anni, desideriamo focalizzare ancora una volta gli argomenti più significativi (testo italiano in fondo):

Es stimmt nicht, dass es am Kronplatz „eh nichts mehr ausmacht“. Der  Nordosthang ist zu schade für weitere Pisten und Lifte!

Der Kronplatz ist wie kein anderer Berg auf allen Seiten von Skipisten und Aufstiegsanlagen durchzogen. Der Nordosthang, zwischen der Herrnegg-Piste und dem Olanger Gemeindegebiet, mit den Weilern Walchhorn und Ried, ist aber aber ein großes, zusammenhängendes Gebiet, das bisher nicht vom Skitourismus berührt ist. Die Ostseite ist der alte und ruhige Teil von Reischach, ein wertvolles und notwendiges Gegengewicht zur Westseite mit Seilbahnen, Pisten und Sportanlagen in Reiperting. Das Gebiet um Walchhorn und Ried ist historisch und landschaftlich äußerst wertvoll und ein wichtiges Rückzugsgebiet in einem stark erschlossenen und genutzen Umfeld. Es soll nicht auch noch von einer Seilbahn durchzogen und von Pisten, Zufahrten und allen Folgestrukturen wie Skihütten, Parkplätzen usw. gestört werden.

Das Projekt „Ried“ ist NICHT nachhaltig!

Auch wenn man die sehr optimistischen Aussagen von Prof. Knoflacher zur möglichen Verkehrsverlagerung zugrunde legt – die im übrigen zu großen Teilen auf Maßnahmen gründen, für die es kein Projekt „Ried“ braucht – ist die CO2-Bilanz klar negativ, laut der Schätzung des österr. Insitituts für Baubiologie verursacht das Projekt ca. 700 Tonnen zusätzliche CO2-Emissionen pro Jahr – das ist etwa, als würde jedes Auto in der Gemeinde Bruneck 500 zusätzliche Kilometer im Jahr fahren. Weiterlesen

Ried gibt’s nicht…

Leserbrief

Ich werde mich über nichts mehr wundern. In Kürze werden wir wohl auch noch erfahren, dass es am Kronplatz gar keinen Nordosthang gibt und dass nie ein „Projekt Ried“ existiert hat. Falls irgendwann irgendwo Bagger aufführen, hätte das auf jeden Fall nichts mit alldem zu tun. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke.

22.10.2010
Hanspeter Niederkofler

Volksbefragung Ried: Klarstellung • Referendum Ried: precisazione

Zu den Aussagen des Bürgermeisters am Ende der Gemeinderatssitzung vom 18. Oktober betreffend den Gegenstand der Volksbefragung am 7. November stellen wir folgendes klar:

  • Die Fragestellung ist klar: Sollen am Nordosthang des Kronplatzes auf Brunecker Gemeindegebiet Skipisten und/oder Aufstiegsanlagen zugelassen werden? Da es dort bisher nichts dergleichen gibt und keine Ausnahmen angeführt sind, ist klar, dass sich die Frage auf jegliche skitouristische Infrastruktur bezieht, also auch und gerade auf das Projekt „Ried“, das schließlich den Anlass dazu gegeben hat, der Bevölkerung die Frage zu stellen, ob sie den Nordosthang skitechnisch erschließen oder schützen will. Weiterlesen