Anfrage: Auffüllzone B6 Tauferer Straße • Interrogazione: zona di completamento B6 via Campo Tures

Tauferer Straße - NordringBezüglich der Auffüllzone B6 in der Tauferer Straße stellen wir folgende Fragen:

  1. Liegen für diese Zone derzeit Anträge auf Vergrößerung nach Art. 36/bis Abs. 2 des Landesraumordnungsgesetzes vor?
  2. Wie gedenkt sich die Gemeindeverwaltung im Falle solcher Anträge zu verhalten?
  3. Erachtet die Gemeindeverwaltung eine mögliche Erweiterung der Bebauung in Richtung des Nordrings als angebracht?
  4. Was sieht die Gemeindeverwaltung bezüglich der künftigen Entwicklung des Gebiets zwischen Alping und Nordring vor?

11.03.2016
Grüne Ratsfrakti0n

Antwort des zuständigen Stadtrats, 23.03.2016

Frage 1 : Ja.

Frage 2: Die Gemeindeverwaltung versucht grundsätzlich, den Antragstellern die Ausschöpfung des gesetzlichen Rahmens zu ermöglichen. Hinsichtlich der konkreten Machbarkeit werden derzeit aber detaillierte technische Untersuchungen durchgeführt.

Frage 3: Die Gemeindeverwaltung hat entschieden, dass die Anträge, welche die Bestimmung laut Art. 36 bis LROG zum Gegenstand haben, nur bis maximal 1.000 m3 an neuer Kubatur genehmigt werden sollen. Somit sind die Auswirkungen auf die umliegenden Flächen relativ gering. Weiterlesen

Verkehrsbelastung: Schluss mit Ausreden • Traffico e rumore: basta scuse

In der Gemeinderatssitzung am 29. April hat der Bürgermeister erstmals klar gesagt, dass die Verlegung des Nordrings gestrichen oder zumindest auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Das sei das Ergebnis jüngster Kontakte mit dem Land. So wird dieses Vorhaben also nach vielen Jahren Versprechungen und Verzögerungen fallengelassen, obwohl es seit 20 Jahren in allen Verkehrsplänen steht.

Für uns ein Grund mehr, von der Landesverwaltung Antwort auf folgende Fragen zu verlangen:

  • Welche Straßenprojekte werden im Pustertal weiter vorangetrieben und welche werden zurückgestellt bzw. fallengelassen?
  • Mit welchen Kriterien? Geht es vorrangig um die Entlastung von Wohngebieten oder um die Beschleunigung des Verkehrs?

Wenn z. B. an der Ausfahrt Klosterwald und am Weiterbau der Vintler Großumfahrung festgehalten und für Percha ein Umfahrungsprojekt mit Kosten von über 70 Millionen Euro ins Auge gefasst wird, ist es für uns nicht nachvollziehbar, weshalb ein vergleichsweise bescheidenes Projekt wie die Nordringverlegung gestrichen werden soll.

Als Grüne treten wir ohnehin für ein Moratorium im Straßenbau ein. Die Verkehrs- und Raumordnungspolitik soll stattdessen die kurzen Wege zu Fuß und mit dem Rad sowie den öffentlichen Verkehr fördern. Priorität für das Pustertal hat für uns nach wie vor die Riggertalschleife und der weitere Ausbau der Bahnlinie. Auf der Straße ist verstärkt auf Instandhaltung und Maßnahmen zur Sicherheit und zur Entlastung der Wohngebiete zu setzen. Weiterlesen

Verkehr am Nording-Kreisverkehr: nicht weiter Ressourcen verschwenden! • Traffico alla rotatoria nord: non sprechiamo altre risorse!

Laut einer Pressemitteilung der Gemeinde bezeichnet der Bürgermeister die Verkehrssituation am Nordring-Kreisverkehr wegen der Staus als „unhaltbar“ und ersucht die Landesverwaltung um Verwirklichung eines „Bypasses“ am Kreisverkehr und einer Unterführung für Autos am Bahnübergang „Andreas Hofer“.

Was unhaltbar ist und was unternommen werden soll, sehen die Grünen anders.

Unhaltbar ist es, dass trotz zweier Umfahrungen und eines kompletten Ringes um die Stadt sich immer noch jeden Tag eine Blechlawine über die Stadt Richtung Zentrum ergießt, auch weil nach wie vor nichts Einschneidendes unternommen wurde, um dieser Flut Einhalt zu gebieten.

Unhaltbar ist insbesondere die weiter angewachsene Autoflut aus dem Tauferer-Ahrntal, obwohl es lange schon ein sehr gutes Angebot im öffentlichen Verkehr gibt, das zwar rege genutzt wird, aber offensichtlich noch viel zu wenig. Außerdem sitzt im morgendlichen Stau nach wie vor fast in jedem Auto nur eine Person.

Unhaltbar ist es vor allem, weitere Millionenbeträge in Beton zu stecken, um dieser Flut den Weg zu ebnen. Weiterlesen

Nordring/Südausfahrt: Richtigstellung

An die Neue Südtiroler Tageszeitung

In Ihrem heutigen Artikel zum Thema Nordringverlegung/Südausfahrt steht, der Bürgermeister habe in dieser Frage die Gruppensprecher „allesamt auf seine Seite gezogen“ und alle Parteien seien dafür, der Ausfahrt Richtung Bruneck Priorität einzuräumen und die Nordringverlegung auf unbestimmte Zeit aufzuschieben.

Dem muss ich klar widersprechen, für die Grünen ist die Nordringverlegung eine seit vielen Jahren versprochene und beschlossene Maßnahme, die sie immer mitgetragen haben und die nicht weiter zu hinauszuzögern ist. Der Südausfahrt in der jetzt vorgesehenen Form mit dem alleinigen Ast Richtung Bruneck haben wir hingegen im Gemeinderat nicht zugestimmt, weil damit die Belastung entlang der Reischacher Straße erhöht wird und künftige Probleme vorprogrammiert sind, wenn z. B. für die Schlossgarage keine geeignete Lösung gewählt wird. Wir können diesem Projekt also auch keine Priorität gegenüber der Verlegung des Nordrings einräumen.

Mit freundlichen Grüßen
Hanspeter Niederkofler
Sprecher der Grünen Ratsfraktion
11.10.2011

Interrogazione al Consiglio provinciale sulla viabilità a Brunico

Viabilità a Brunico: promesse non mantenute?

Con grande stupore apprendiamo dai media che lo spostamento dell’anello nord a Brunico dietro la zona industriale appare di nuovo in forse. Eppure ci risulta che si tratti di un progetto approvato, finanziato e di prossima realizzazione. Ora si riparla di varie difficoltà e di „altre priorità“.

Intanto a Vandoies di Sopra si porta avanti un progetto che „aggira“ un abitato di 600 metri con una nuova strada di 4 km, finché al Klosterwald si intendono spendere 40 milioni per un incrocio stradale e a Perca si pensa alla prossima mega-galleria assolutamente sproporzionata rispetto alla reale problematica. Per questo non possiamo accettare che vengano messi da parte progetti a confronto modesti che servono effettivamente a migliorare la situazione in zone abitate fortemente colpite dal traffico.

L’attuale tracciato dell’anello nord a Brunico è il risultato di un errore di progettazione negli anni 80. Già allora era chiaro che l’anello nord posto tra quartieri residenziali e zona industriale poteva portare solo problemi. Ma tutti gli avvertimenti e le proteste furono ignorate e da allora il problema aspetta una soluzione. Nel frattempo si sono fatte chiare promesse, che adesso vengono di nuovo messe in dubbio. Weiterlesen

Nordring: was wird gespielt? • Anello Nord: a che gioco giochiamo?

Mit großer Verwunderung vernehmen wir Meldungen in den Medien, wonach die Verlegung des Nordrings hinter die Industriezone erneut in Frage stehe. Als Gemeinderäte ist unser Stand nach wie vor, dass es sich dabei um ein beschlossenes und finanziertes Projekt handelt, das ehestmöglich umgesetzt wird. Nun ist wieder die Rede von allerhand Schwierigkeiten und von „anderen Prioritäten“.

Der heutige Verlauf des Nordrings ist das Resultat einer Fehlplanung in den Achtzigern. Schon damals war klar, dass der Nordring zwischen Wohngebiet und Industriezone nur zu Problemen führen würde. Klare Warnungen und Proteste wurden aber ignoriert, seitdem harrt die Situation einer Lösung. Inzwischen wurden klare Versprechungen gemacht, die jetzt offensichtlich wieder in Frage gestellt werden.

Gleichzeitig hat man sich beim ebenso Jahrzehnte alten Problem der Südausfahrt für eine Variante entschieden, die vor allem neue Probleme schafft, weil sie zu einer Mehrbelastung des Wohngebiets an der Reischacher Straße führt. Außerdem wird jetzt wieder Nordring gegen Südausfahrt ausgespielt.

Bruneck hat ein Verkehrskonzept, laut dem Nordringverlegung und Südausfahrt samt Reischacher Ast prioritär sind – die reale Verkehrspolitik erweist sich aber einmal mehr als orientierungslos.

Die Grünen verlangen von Gemeinde- und Landesverwaltung Klarheit über den Stand der Dinge, über die verfügbaren Mittel und über die Kriterien, nach denen bestimmte Projekte Vorrang genießen und andere liegen gelassen werden. Solange etwa für Obervintl ein Projekt betrieben wird, das 600 Meter Ortsdurchfahrt mit 4 km neuer Straße „umfährt“, solange man beim Klosterwald für eine Straßenkreuzung 40 Millionen ausgeben will und in Percha an den nächsten Riesentunnel denkt, der in keinem Verhältnis zum dortigen Verkehrsproblem steht, akzeptieren wir nicht, dass vergleichsweise bescheidene Projekte, die effektiv der Entlastung stark belasteter Wohngebiete dienen, hintangestellt werden. Weiterlesen

Lärmschutz

Leserbrief

Lärmschutzwände bringen zumindest teilweise Entlastung – vorausgesetzt, sie können ihre Wirkung entfalten. Das tun sie aber nur, wenn sie möglichst nahe an der Lärmquelle stehen. Nur so werden Schallwellen, die ein ähnliches physikalisches Verhalten wie Wasserwellen haben, kanalisiert nach oben abgeleitet. Ist die Entfernung zu groß, überrollt der Lärm das Hindernis und hat nur einen ganz wandnahen Wirkungsbereich. Man möchte meinen, dass dies den Her- und Aufstellern der Wände bekannt ist, aber an vielen Orten – auch im Raum Bruneck/St. Lorenzen – stehen die unschönen Sichtbarrieren und Landschaftszerteiler in vollkommen ungeeigneter Distanz zur Fahrspur und dienen somit nur dem Geldbeutel der Produzenten. Weiterlesen